Frenkel Bernhard

Bernhard Frenkel

*13.6.1925 in Hannover; 3.3.2006

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Fritz Frenkel *1.9.1885 in Hannover; 30.9.1944 in Auschwitz

Mutter Lucia Heilbrunn *29.5.1898 in Hannover ; ✡ ?

Geschwister

Beruf Schüler; Schlosser; Berufssoldat

Adressen Hannover; Utrecht, Witte Vrouwenstraat 38; Amsterdam;

Heirat  Elvira Ehlers *30.10.1926 in Erfurt; ✡20.10.2018 in Potsdam, NY, USA

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

24.12.1936 Emigration mit der Mutter zu einer Tante in Den Haag

25.3.1938 Emigration des Vaters in die Niederlande

Zwangsumzug wegen“Küstennähe“ für alle jüdischen Flüchtlinge

Juni 1941 Bernhard mit den Eltern in Utrecht Witte Vrouwenstraat 38

1942 Besuch der ULO (Berufsschule) in Utrecht

Kamp Westerbork

Februar 1942 Bernhard verhaftet wegen Verteilen illegaler Abschriften von Sendung der BBC und Radio Oranje; der er trotz Schlägen nicht aussagt werden er und seine Eltern in das Kamp Westerbork eingewiesen.

Exkurs Erna und Josef Weiss

Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im Kamp Westerbork.

Als Dank für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag 1942.

Theresienstadt – Auschwitz

18.1.1944 Bernhard Frenkel mit Mutter Lucia  und Vater Fritz auf dem Transport XXIV/2 von Westerbork nach Theresienstadt

28.9.1944 Bernhard und Vater Fritz Frenkel auf dem Transport E k von Theresienstadt nach Auschwitz

Günther Zilversmit der Bernhard aus Den Haag kennt, berichte von der Ankunft in Auschwitz:

„Vor mir in der Reihe war mein Freund Bernhard Frenkel. Vor ihm stand sein Vater. Wir wurden angewiesen, sobald wir zu dem SS-Offizier kämen, unser Alter und Beruf angeben müssten. Ich höre noch Herrn Frenkel sein Alter (in den Fünfzigern) und seinen Beruf „Kaufmann“ sage. Der arme Mann war nur etwa 1,58 Meter groß und wurde zur rechten Seite geführt.Bernhard gab sein Alter von achtzehn an und „Autoschlosser“ und wurde nach links gewiesen.“

30.9.1944 Tod des Vaters in Auschwitz

Bernhard in ein Arbeitslager bei Zborow, zum Bau von Verteidigungsanlagen

Oktober 1944 Befreiung in Zborow.

8.5.1945 Befreiung; die Mutter überlebt in Theresienstadt

Bernhard über Lemberg, Moskow nach Murmansk. Von dort mit dem Schiff nach England

Eintritt in die britische Marine. Einsatz in Nieuw Guinea. Landung in Borneo.

Nach der Kapitulation der Japaner Heimkehr nach Den Haag, wo er seine Mutter wiedertrifft.

1950 Emigration in die USA

Eintritt in die US-Army

Teilnahme am Korea-Krieg (sechs Monate)

Stationierung in Deutschland

Rückkehr in die USA

Demission; Arbeit bei Ford

Erneuter Eintritt in die US Army

Einsatz im Vietnam-Krieg

1991 Pensionierung

Gedenken

Quellen

Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House

http://joodseschoolutrecht.nl/Verhalen-over-leerlingen/Frenkel%2C-Bernhard/

Bernard Frenekl; Videointerview auf USC Shoa Foundation

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130288817

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://danielabraham.net/tree/related/dora

Genealogie Website My Heritage

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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