Liemann Georg

Georg „Schorsch“ /Joshua Liemann

*12.7.1925/12.6.1924 in Essen; ✡12.10.1996 in Jerusalem

Staatsangehörigkeit staatenlos

Vater Max Mordechai Liemann *30.9.1885; ✡2.4.1933

Mutter Lissy Louise Kornstein *24.6.1895 in Gelsenkirchen; ✡ 1945

Geschwister

Ruth Liemann *16.2.1923 Berlin; ✡1.1.1954 Beit Shearim; oo Kurt Moser (1920-1944)

Margot Liemann *27.2.1926 in Berlin; oo Kaminski

Alexander Liemann

Eva Liemann *6.3.1929 Essen; England

Beruf Praktikant

Adressen -; Amsterdam;

Heirat Ester Ergas *28.4.1928 in Jerusalem; 7.8.1997

Kinder drei

Eilon Mordechai Liman *31.3.1952 in Jerusalem; 6.8.2005 in Kfar Saba; oo Stark

Tochter Liman; oo Zuberi

Weiterer Lebensweg

Flucht aus Berlin

1.4.1939 Georg und Ruth Liemann im Burgerweeshuis Gouda, Spieringstraat 1

13.12.1939 Burgerweeshuis, St. Luciensteeg/Kalverstraat 92

Minderheitenzählung

17.5.1939 Schwester Margot in der Baruch Auerbach’sche Waisen-ErziehungsanstaltSchönhauser Allee 162

17.5.1939 Schwester Ruth im Jüdischen Waisenhaus Auguststraße

17.5.1939 Mutter Lissy (Nichtjüdin) in Berlin, Alte Schönhauser Str. 43/44

Kamp Westerbork

10.5.1939 Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande

10.5.1939 Georg Liemann eingewiesen in das Vluchtelingen Kamp Westerbork

Exkurs Erna und Josef Weiss

Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im Kamp Westerbork.

Als Dank für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag 1942.

30.11.1942 Entlassen aus Kamp Westerbork, vermutlich wegen seines Status als „Mischling“

Alija Beth auf der SS TEL HAI

März 1946 großer Militär-LKW-Konvoi der Jewish Brigade von Antwerpen nach Marseille. Mitten in der Nacht erreichte der Konvoi ein Feld in der Nähe von Marseille, wo Mitglieder der „Bricha“ und Abgesandte des „Mossad für Aliyah Bet“ warten. Nach Erhalt des Befehls fahren die Lastwagen in die Stadt ein und setzten die illegalen Einwanderer in einem französischen Flüchtlingslager ab, von wo aus sie mit französischen Armeebooten zum Hafen von

Von „La Ciotat“ transportiert wurden, 30 km östlich von Marseille.  Dort gingen sie an Bord der von der Haganah gecharterten SS TEL HAI.

17.3.1946 am Abend Abreise auf der SS TEL HAI mit 743 Menschen an Bord, davon 736 illegale Einwanderer darunter etwa 300 NOHAM Mitgliedern, etwa 60 vom Gehringshof und aus Bergen-Belsen Die Überfahrt ist stürmisch, das Schiff muss in Bonifacio/Korsika und auf Kreta einen schützenden Hafen suchen.

28.3.1946 Ankunft in Haifa auf der SS TEL HAI

Nach wenigen Tagen werden die internierten Ma’apilim aus Athlit entlassen, nachdem sich die Britische Protektoratsbehörde ein letztes Mal überreden lässt, die Zahl der Ma’apilim auf die ausstehenden Zertifikatskontingente anzurechnen.

Gedenken

Quellen

Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House

http://www.dokin.nl/surviving_children/georg-schorsch-liemann-born-12-jul-1924/

Ruth Liemann (born 16 February 1923)

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/68053527

http://www.joodsmonument.nl/en/page/226397/kurt-erich-moser

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://danielabraham.net/tree/related/dora

Genealogie Website My Heritage

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My