Hermann Cohen
* 24.7.1876 in Castrop; ✡ 30.11.1942 Suizid in Amsterdam
Vater Levi Cohen *24.5.1830 in Castrop; ✡ 24.11.1884 in Castrop
Heirat der Eltern 22.2.1871 in Castrop
Mutter Frattchen Jettchen Edel Lotte Kleeberg *8.6.1842; ✡3.10.1925 Castrop
Geschwister
Adolf Cohen *26.2.1871 in Castrop; ✡ 2.6.1934 in Castrop
Joseph Cohen *1.4.1873 in Castrop; ✡ Natal, Südafrika
David Cohen *7.7.1878 in Castrop; ✡ nach April 1942 in Zamosc; oo Luise Bachmann
Beruf Kaufmann; Pensionsbesitzer
Adressen Castrop; Langendreer, Bahnhofstraße 193 und 191 b, Bochum; Amsterdam, Beethovenstraat 9, II.Stock
Heirat 16.10.1904 in Castrop mit Berta Buchheimer *12.10.1883 in Horstmar; ✡30.11.1942 Suizid in Amsterdam
Kinder
Lilli Cohen *18.1.1909 in Langendreer; ✡1938; oo Kurt Elias (*1.2.1906 in Velbert, ✡1968
Walter Cohen * ?: ✡ 1942 in Uppington, England
Weiterer Lebensweg
Erste Ehefrau des Vaters Levi Cohen war Bertha Weinberg *1835 in Westernkotten; ✡17.4.1863 in Castrop
2. Ehefrau oo 22.2.1871 Frattchen Jettchen Edel Lotte Kleeberg *8.6.1842 in Boffzen; ✡3.10.1925 Castrop
1897 nach Tod des Vaters Einstieg der Brüder Adolf und David ins väterliche Schuhgeschäft „L.I. Cohen“ in Castrop, Am Markt 24
Ca 1900 Zuzug nach Langendreer und Eröffnung eines Schuhgeschäftes in der Kaiserstraße 193
16.10.1904 Hochzeit von Hermann Cohen mit Berte Buchheimer in der Burgsteinfurter Synagoge, anschließend wohnhaft in Langendreer bei Bochum

1933 Verkauf des Schuhgeschäftes und der beiden Häuser Kaiserstraße 193 und 191 b
7.12.1933 Emigration Amsterdam; Eröffnung einer Pension


30.11.1942 Hermann und Berte Cohen entziehen sich der Deportation aus Amsterdam durch Suizid; gemeinsam mit Ehefrau Berta vom Balkon der Wohnung im 2. Stock gesprungen.


Hermann und Berta waren für den Transport nach Westerbork vorgesehen, ebenso wie die mit Ihnen in einer Wohnung lebende Schwester Florentine Buchheimer *16.7.1880, die dann tatsächlich am 3.12.42 nach Westerbork kam und bereits am 8.12.1942 nach Ausschwitz.
Diese Ereignisse sprechen für eine Entdeckung als „Onderduiker“, die zuvor ins Versteck gegangen waren.
Quellen
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Cohen%20Hermann%22%7D
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Cohen%20Hermann%22%7D
Stadtarchiv Bochum (Hrsg.) Vom Boykott zur Vernichtung, Klartext, 2002
Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010
Hubert Schneider, Leben nach dem Überleben; LIT-Verlag 2014
Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000
Manfred Keller/Gisela Wilbertz (Hg.), Spuren im Stein. Ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, Essen 1997
Clemens Kreuzer, Davidstern in Langendreer – Aufstieg und Untergang; Gimmerthal Verlag Bochum, 2011
https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/130271469/?p=1&s=Cohen%20Berta&doc_id=130271469
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Hermann%20Cohen%22%7D
Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979
Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983
Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986