Isaac Rudolf

*23.8.1906 in Unna; ✡ 1992 Johannesburg

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Bernhard Isaac *7.8.1878 in Olfen; ✡ 16.12.1959 Südafrika

Mutter Sophie Löhnberg *16.1.1875 in Bausenhagen; ✡3.8.1945 Schweiz

Großvater Moses Isaac

Großmutter Bertha Wolfstein *1853 in Körbecke; 13.8.1878 in Olfen

Urgroßvater Salomon Wolfstein

Geschwister

Erhard Max Isaac *21.4.1908 in Unna; ✡ 6.6.1934 in Bausenhagen, Fröndenberg

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Unna, Bornekampstraße 20 ; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

6.6.1934 Bruder Max tot auf dem Gleisen nahe des Bahnhofs Kamen, gewaltsamer Tod, Suicid wird vermutet

Umzug nach Münster in die Meppener Straße 27

17.5.1939 beide Eltern in Münster, Meppener Straße 27 bei der Minderheitenzählung

Werkdorp Nieuwe Sluis

26.6.1934 Rudolf Isaac angemeldet zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage

28.2.1935 Rudolf Isaac abgemeldet nach Enschede

Emigration nach Argentinien

Umsiedlung nach Südafrika

Vater Bernhard aus der Schweiz ebenfalls nach Südafrika

Theresienstadt – „Freiheitstransport“ Transport EW

1942 Einweisung der Eltern in das Judenhaus Kanonengraben 4 (Marks-Haindorf-Stiftung)

31.7.1942 beide Eltern auf dem Transport XI/1 aus Münster/Bielefeld nach Theresienstadt

5.2.1945 Beide Eltern auf dem „Freiheitstransport“ Transport EW Nr. 1023 aus Theresienstadt nach St. Gallen, der einzige Freiheitstransport aus Theresienstadt („1 Million Dollar für 1000 Juden“)

7.2.1945 Ankunft in St. Gallen zunächst im Schulgebäude im Hadwig untergebracht

In Quarantäne in Belmont

3.8.1945 Tod der Mutter in der Schweiz

Gedenken

Quellen

Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Isaac%201906%22%7D

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5051638

https://yvng.yadvashem.org/ad

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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