Hanna Königsfeld
*5.1.1913 in Gleiwitz; ✡ 12.10.1944 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Lejb „Loibel“ Louis Eliezer Jehuda Königsfeld *28.4/4.5.1867 Myslowitz; ✡ 22.9.1929 Gleiwitz
Mutter Elisabeth Havelburg 20.7.1872 in Pasewalk1872; ✡ 11.6.1942 in Auschwitz
Geschwister aus der dritten Ehe des Vaters
Ruth Königsfeld *5.4.1914 in Gleiwitz; ✡2.10.1997 Toms River, NJ; oo 1938 in Breslau Bert Schnell
Ulrike Elli Königsfeld *21.3.1917 in Gleiwitz; ✡26.12.2005 Manhattan;
24.8.1947 Heirat von Ulrike Königsfeld in Manhattan mit Raziel Alter
Abelson, Abelson, ein Philosophie-Professor
Geschwister aus der zweiten Ehe des Vaters, 4.5.1904 mit Julia Löwenstein (*2.4.1878 in Belecke; ✡5.9.1942 Jerusalem)
Jakob Fritz/Peretz Königsfeld *25.2.1905 Lüdenscheid; ✡29.4.1989 Tel Aviv
Arnold Königsfeld *22.1.1907 in Lüdenscheid; ✡ 24.3.1990 Jerusalem
Margarete Königsfeld *22.7.1908 in Lüdenscheid; ✡ 16.7.1972 in Heilbronn
Geschwister aus der ersten Ehe des Vaters mit Mathilde Grünebaum (*1865 Herbede ✡24.12.1902 in Lüdenscheid)
Isidor Walter Königsfeld *8.6.1892 Lüdenscheid; ✡21.8.1917
Weißrussland
Jenny Königsfeld *21.8.1893 Lüdenscheid; ✡17.11.1942 Ghetto Litzmannstadt/Lodz
Charlotte Königsfeld *1894; ✡?
Margarete Königsfeld *Januar 1898 in Lüdenscheid; ✡18.9.1898 Lüdenscheid
Erna Königsfeld *22.8.1900 in Lüdenscheid; ✡24.2.1942 in Ravensbrück
Nichte Inge Königsfeld *24.2.1925 in Burbach; ✡14.10.1944 im Ghetto Lodz
Beruf Lehrerin
Adressen Gleiwitz; Hannover- Ahlem, Stuttgart; Darmstadt
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg

Dezember 1911 Vater Louis Prokurist bei der Fa. Königsfeld und Tichauer; die zukünftige Ehefrau Elisabeth Havelburg ist die Inhaberin

6.-15.6.1914 Schwester Charlotte auf der SS LAPLAND von Antwerpen nach New York; Adressse Merzig
21.8.1917 Halbbruder Walter Königsfeld in Weissrussland kriegsgefallen, Ersatzbataillon des Landwehrinfanterieregiments 72



Gartenbauschule Ahlem


Juni 1937 Hanna Königsfeld, angestellte Lehrerin in der jüdischen Gartenbauschule Ahlem
17.5.1939 Hanna Königsfeld in Stuttgart Olgastraße 129 bei der Minderheitenzählung
Neu-Isenburg
Hanna Königsfeld als Betreuerin im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg
Im Gedenkbuch von Neu Isenburg heißt es dazu
„Am 1. Januar 1942, drei Monate vor der zwangsweisen Schließung, waren im Heim „Isenburg“ noch 47 Frauen und Kinder mit neun Betreuerinnen untergebracht. Unter den Schützlingen waren 30 Kinder unter sechs Jahren. Schulkinder befanden sich seit dem Novemberpogrom 1938 nicht mehr in der Obhut des „Heims Isenburg“. Die Räumung des Heims wurde ab Februar 1942 forciert. Als letztes verließen am 4. April 1942 die damalige Heimleiterin, Sophie Sondhelm, und ihre Freundin und Mitarbeiterin, Hanna Königsfeld, die Einrichtung. …

Die Betreuerinnen, die bis zur Schließung der Einrichtung im Heim „Isenburg“ tätig waren, wurden zur Deportation nach Darmstadt gebracht. Dort wurden sie zunächst im Jüdischen Altersheim in der Eschollbrückerstraße 4 ½ untergebracht. …


10.2.1943 Hanna Königsfeld mit Ilse Trzeciak und Sophie Sondhelm ab Darmstadt auf Transport XVII/2 ins Ghetto Theresienstadt

9.10.1944 Hanna Königsfeld auf Transport E p von Theresienstadt nach Auschwitz
Deportationen

16.10.1941 Jenny Königsfeld mit ihrer unehelichen Tochter Inge ab Trier auf dem Transport Luxemburg-Trier nach Lodz

8.6.1942 Mutter Elisabeth ab Gleiwitz nach Auschwitz
Margarete Königsfeld
Etwa 1933 nach Berlin
21.2.1935 Geburt der Tochter Wera in Berlin (unehelich
1938 im Reichstelefonbuch Berlin
17.5.1939 Margarete Königsfeld in Berlin, Minderheitenzählung
Vermutlich in Berlin als „U-Boot“ überlebt
21.2.1947 in Berlin-Mitte Heirat von Margarete Königsfeld und Gustav Röthler (*6.3.1893 Münchweiler; Überlebender von Theresienstadt; ✡23.1.1966)
16. Juli 1972 Tod von Margarete Röthler in Heilbronn-Böckingen
Ulrike Königsfeld
1.1.1942 Ulrike Königsfeld nach Ausbildung zur Krankenschwester im jüdischen Krankenhaus Iranische Straße, Berlin nach Berlin Wannsee, Am Großen Wannsee 75

15.10.1942 amtlich abgemeldet, „unbekannt verzogen“
21.3.1946 wieder angemeldet in Berlin-Lichterfelde Patschkauer Weg 8

13.-23.5.1946 Ulrike Königsfeld auf der USS MARINE PERCH von Bremen nach New York

24.8.1947 Heirat von Ulrike Königsfeld in Manhattan mit Raziel Alter Abelson, Philosophie-Professor
Gedenken
Grabstein für Mathilde Königsfeld auf dem Jüdischen Friedhof Lüdenscheid
Grabstein für Louis Königsfeld auf dem Jüdischen Friedhof Gleiwitz
Quellen
Hans-Ulrich Dillmann, Schicksale der Jüdinnen und Juden aus Lüdenscheid, 2021
https://gedenkbuch.neu-isenburg.de/das_heim/unter-der-ns-herrschaft
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/70309391
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4999891
http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=lds-48&lang=de
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de902047
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de902053
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de992972
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de902057
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411016-17.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11213100
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316