Nathan Ernst

Ernst Nathan

*20.5.1911 in Elberfeld; ✡ 16.4.2010 in Holon

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Edmund Nathan *1877 in Gau Algesheim; ✡ 1.1.1937 in Düsseldorf

Mutter Clara Herz *23.4.1881 in Lingen; ✡ ca 1942 in Izbica

Geschwister

Lilo und Ernst

Lieselotte Lilo Nathan *2.9.1920 in Elberfeld; ✡ 9.9.2005 London; oo 1944 Erich Duschinsky

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Elberfeld, Wuppertal; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat 25.12.1939 in Tel Aviv mit Frieda Sternberg *1913 in Chernowitz; ✡7.10.1975 in Holon

Kinder

eins

Weiterer Lebensweg

1935 Flucht von Ernst Nathan in die Niederlande

17.5.1939 — bei der Minderheitenzählung

angemeldet zur Hachschara im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis

Der Aufbau des

Werkdorp Nieuwe Sluis

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

21.8.1936 Ernst Nathan abgemeldet nach Palästina

2.9.1936 Einschiffung von Ernst Nathan auf dem französischen Linenscheff SS PATRIA (!) in Marseille, über Alexandria nach Haifa

8.9.1936 Ankunft in Haifa

1938 Militärdienst „Special night squads“

1939 in Herzlia

25.12.1939 Heirat mit Frieda Sternberg

Deportation nach Izbica

Verbringung nach Düsseldorf

22.4.1942 Mutter Klara auf dem Transport ins Ghetto Izbica

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en934586

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_rhl_420422.html

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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