
Leo Louis Leib Hartmann
*11.3.1883 in Schildberg; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Wolff Hartmann; ✡?
Mutter Helene Weiss; ✡ ?
Geschwister
Philipp Hartmann *26.12.1870 in Schildberg; ✡ 13.4.1943 Theresienstadt; oo Regina Nathan (1880-1944)
Ricke Hartmann *1874 in Schildberg; ✡ ?; oo 1902 Moritz Armer
Pauline Hartmann *15.1.1876 in Schildberg; ✡ ?; 1905 Hirsch Grossbart
Sara Hartmann *1877 in Schildberg; ✡ ?; oo 1908 Seligmann Dallmann
Hermann Hartmann *3.10.1879 in Schildberg; ✡ 2.11.1902 in Schildberg
Jette Hartmann *31.5.1881 in Schildberg; ✡ 29.11.1941 in Kauen; oo Martin Beil (1882-1941)
Adressen Gleiwitz, Beuthener Straße 10
Heirat Jenny Berger
Kinder
Walter Hartmann *7.10.1919 in Myslowitz
Weiterer Lebensweg
Novemberpogrom in Oberschlesien
10.11.1938 Leo Hartmann in Gleiwitz verhaftet. In Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg wurden auch Frauen und Kinder verhaftet, allerdings nach sechs bis acht Stunden wieder freigelassen, ebenso wie Offiziere aus dem WK I, Besitzer des EK I sowie Schwerkriegsverletzte; während-dessen wurden die Wohnungen verwüstet.

In Buchenwald erhielt Leo Hartmann die Häftlings-Nr. 27476


28.11.1938 Überweisung von 50 RM Reisegeld aus Gleiwitz
10.12.1938 Entlassung einer großen Gruppe aus dem KL Buchenwald
17.5.1939 Louis und Walter Hartmann in Gleiwitz, Beuthener Straße 10 bei der Minderheitenzählung
7.7.1939 Passausstellung für Louis und Walter Hartmann in Gleiwitz

1940 Emigration von Louis und Walter Hartmann nach Rio de Janeiro
Massenerschießung in Kaunas
25.11.1941 Schwester Jette mit Ehemann Martin Beil auf dem Transport von Breslau nach Kaunas; Einsperrung im Fort IX
Der erste Transport mit schlesischen Juden verließ am 25.11.41 den Bahnhof Breslau-Odertor, nachdem die Menschen zuvor im Sammellager am Schießwerderplatz konzentriert wurden. Wie bereits die Züge aus Berlin (17.11.), München (20.11.), Frankfurt/Main (22.11.) und Wien (23.11.) wurde auch der Transport aus Breslau nicht wie ursprünglich vorgesehen nach Riga, sondern ins litauische Kowno geleitet. Unmittelbar nach ihrer Ankunft wurden die Breslauer Juden am 29.11.41 vom Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A im Fort IX außerhalb von Kowno erschossen
25.11.1941 nach Ankunft der Juden aus Frankfurt/Main Massenerschießung zusammen mit den zuvor Eingetroffenen aus Berlin und München; vom Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD wurden insgesamt 2934 Menschen im Fort IX außerhalb der Stadt erschossen.
29.11.1941 Tod von Schwester Jette mit Ehemann Martin Beil bei Massenerschießung in Fort IX in Kauen
Gedenken
10.5.1999 Pages of Testimony für Schwester Jette von ihrem Sohn Willy Beil in Helsingborg
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/6067694
https://collections.arolsen-archives.org/de/search/topic/1-1-5-1_8012500074?s=8012500074
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/12
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten
Danuta Czech, Lagerbuch von Auschwitz
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5278110