Klaus Jakob Dreyer/Jaakow Dror
*25.6.1909 in Köln; ✡4.1.1999 in Ramat Gan
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Dr. med. Albert Dreyer*15.8.1868 in Kaunitz; ✡ 9.4.1934 in Köln
Heirat der Eltern 29.12.1898 in Köln
Mutter Hanna Samelson*22.6.1877 in Köln; ✡21.5.1967 in Ramat Gan
Bruder
Fred Richard Dreyer *8.6.1912 in Köln; 8.2.2002 in Florida;
Beruf Arzt
Adressen Hindenburg, Kronprinzenstraße 250; Berlin, Kaiserplatz 8

Heirat 1937 mit Ilse „Ille“Wachsmann*19.3.1915 Hindenburg
Scheidung (1942-1944)
Januar 1948 Heirat Hannah Goldschmidt * 6.3.1921 in Frankfurt; ✡ 2009
Kinder
Michael Dreyer /Dror* 1940
Gabriel Dror *Februar 1951
Sohn Dror *1952
Weiterer Lebensweg
Abitur, Medizin-Studium in Freiburg, München, Bonn und Köln
1933 Ausschluss aus dem von ihm mitgegründeten „Köln-Marienburger Sportclub“
1933 Medizinalpraktikant in Köln
1934 Verweigerung der Approbation; Praktika in Arztpraxen und im Israelitischen Asyl in Köln
1934 Sportlehrer für den Sportklub Bar Kochba in Memel; Leiter eines Ferienlagers des litauischen Makkabi in Schwarzort
1934 Sportlehrer und Erzieher im Jüdischen Landschulheim Herrlingen bei Ulm
Jan 1936 Bruder Fritz mit Jugendalija Studenten-Zertifikat der Kategorie B(III) nach Haifa
Landwerk Altkarbe
1935/36 Ilse Wachsmann zur Hachschara ins Landwerk Altkarbe in der Neumark, heute Polen. Es bestand zwischen 1933 und 1936 auf dem Gut Obermühle des jüdischen Landwirts Siegmund Levy. Die Chaluzim kamen zumeist aus dem Makkabi Hazair. Auch Klaus Dreyer vom Landschulheim Herrlingen zur Hachschara nach Altkarbe
Trainingsleiter Kurs des Makkabi in Herrlingen
30. März bis 5. April 1936 fand ein Trainingsleiter-Kurs des Makkabi in Herrlingen statt, an dem auch eine Reihe Chawerim unseres Bundes teilnahmen. Dozenten Hardy Swarsensky und Hans Winter.
Führerkursus 15.-26.4.1936 in Gut Winkel


Ilse Wachsmann und Klaus Dreyer auf der Gestapoliste des vom Makkabi Hazair im Gut Winkel ausgerichteten Führerkursus mit 64 Teilnehmern aus Deutschland
1.8.1936 Schließung des Landwerks auf Veranlassung des Reichskriegsministers durch die Staatspolizeistelle Frankfurt/Oder, „da es sich in unmittelbarer Nähe zu militärischen Anlagen befindet. … Die Lagerinsassen wurden in das Umschulungslager in Havelberg untergebracht.“
Alija Palästina


11.5.1936 Ankunft von Ilse Wachsmann mit einer Gruppe von Chaluzim auf der SS GALILEA von Triest nach Haifa


6.7.1936 Ankunft von Klaus Dreyer mit einer Gruppe von 30 Chaluzim auf der SS GALILEA von Triest nach Haifa;
die Gruppen der beiden werden verschiedenen Kwuzat in Ramat David zugewiesen
1937 nach Verlassen des Kibbuz und Übernahme/Kauf einer Farm in Naharija Heirat von Klaus Dreyer mit Ilse Wachsmann
1941 Leiter von Erste-Hilfe-Kursen für Mitglieder der Hagana in Naharija.
November 1941 Werksarzt für eine Baufirma, dann für die Hagana
Mai 1941 Gründung der Palmach
1942 1944 Dreyer Leiter des medizinischen Dienstes der Palmach u.a. für die Ausbildung von Sanitätern
1944/45 einjährige Fortbildung am Beit Cholim-Krankenhaus in Afula in Trägerschaft der Krankenkasse des Histadrut; dort lernter die Krankenschwester Hannah Goldschmidt kennen
Herbst 1947 Beginn der Kämpfe nach Rückzug der Briten als Mandatsmacht;
März 1948 Chefarzt der Palmach
Oktober 1948 Chefarzt der israelischen Armee IDF an der Südfront bis Oktober 1949
November 1951 zum Studium der Arbeitsmedizin in die USA
1953 -1964 als Arbeitsmediziner in leitenden Positionen
1956 Militärarzt beim Sinaifeldzug
23.7.1960 Flug von Tel Aviv nach New York
1964 Gründung der medizinischen Fakultät der Universität Tel Aviv; akademische Karriere
1972 Leiter des Arbeitsmedizinischen Institutes der Universität Tel Aviv
1979 Emeritierung
Gedenken
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Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Dreyer
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1174414
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1174712
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Genealogie Seite My Heritage
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316