Rosenbaum Manfred

Manfred Rosenbaum

*15.5.1924 in Berlin

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Dr. rer. pol.Georg Rosenbaum *1.11.1898 in Saalfeld; ✡ 31.3.1945 Bergen Belsen

Mutter Jenny Lotti David *17.3.1902 in Posen; ✡ 8.1.1990 in Tel Aviv

Großmutter Emma Rosenbaumgeb. Fabian *28.8.1864

Geschwister

Stiefmutter Johanna Kohle geb. Pergamenter *14.2.1902 Leipzig; ✡6.10.1944 in Auschwitz

Stiefschwester Eva Kohle *9.6.1924 in Leipzig

Beruf Praktikant

Adressen Berlin; Leipzig ; Zaandam, Stationsstraat 65

Heirat  –

Kinder

Weiterer Lebensweg

14.6.1933 Johanna Kohle und Tochter Eva nach Paris

August 1933 zweite Ehe des Vaters Georg Rosenbaum in Paris mit Johanna Pergamenter

15.11.1934 Vater Georg mit Frau Johanna und deren Tochter Eva

1935 Mutter Lotti will nach Palästina emigrieren

Onkel Alfred, Vater Georg und Manfred 1935 in Zaandam

9.9.1935 Umzug in die Stationsstraat 65; Manfred Rosenbaum zum Vater nach Zaandam

1940 Großmutter Emma aus Leipzig nach Zaandam

Kamp Westerbork

9.1.1942 Manfred mit Vater Georg, der Stiefmutter Johanna und Stiefschwester Eva in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

3.12.1942 Großmutter Emma nach Westerbork

Exkurs Erna und Josef Weiss

Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im Kamp Westerbork. Als Dank für für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag 1942.

Grußkarte der 25 Schützlinge
Manfred Rosenbaum links 7. von oben

Westerbork- Theresienstadt – Auschwitz

18.-20.1.1944 Vater Georg, Großmutter Emma, Stiefmutter Johanna und Stiefschwester Eva auf dem Transport XXIV/2 von Westerbork nach Theresienstadt

28.9.1944 Vater Georg auf dem Transport E k Theresienstadt – Auschwitz

4.10.1944 Johanna Rosenbaum auf dem Transport E n von Theresienstadt nach Auschwitz

März 1945 Georg Rosenbaum nach Bergen Belsen

31.3.1945 Tod des Vaters Georg in Bergen Belsen

9.5.1944 Großmutter Emma Rosenbaum erlebt die Befreiung von Theresienstadt

Sternlager Bergen-Belsen

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

1.2.1944 Manfred Rosenbaum auf dem 3. Transport mit 908 Deportierten nach Bergen Belsen

Die drei Austausch-Transporte Ziel Theresienstadt

6.-11.4.1945 Die Lager- SS schickt 6800 Austauschgeiseln aus dem Sternlager

Bergen-Belsen auf drei Transportzügen mit dem Ziel Theresienstadt.

6.4.1945 Abfahrt des ersten Transport von 2500 Geiseln, davon aber nur 12 Französinnen

13.4.1945 der Zug kommt in Farsleben in der Nähe von Magdeburg zum Stehen und wird von der US Army befreit.

9.4 – 21.4.1945 der zweite Zug mit 1712 Juden erreicht als einziger das Ziel Theresienstadt

Der Verlorene Zug

10.-23.4.1945 Manfred Rosenbaum auf dem dritten, des „verlorenen Zuges“ mit 2400 Menschen die Irrfahrt endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz, es wütet ein Fleckfieber-Ausbruch, während der Fahrt sterben 198 Menschen

Befreiung durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee, General Tschukow

In den nächsten acht Wochen nach der Befreiung starben in Tröbitz weitere 300 Deportierte am grassierenden Fleckfieber.

Nachkriegszeit

7/1945 Manfred Rosenbaum wie viele der Tröbitz-Überlebenden im Rückkehrer-Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals

1946 Alija von Manfred Rosenbaum nach Palästina zur Mutter

1950 Großmutter Emma nach Kirjat Bialik, Palästina

Gedenken

27.5.2017 Stolpersteine für Emma und Georg Rosenbaum in Leipzig, Karl-Heine-Str. 57

Quellen

Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House

http://stolpersteine-guide.de/map/biografie/1898/rosenbaum-ehepaar

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1249697

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de165466

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5115062

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129828539

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://danielabraham.net/tree/related/dora

Genealogie Website My Heritage

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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