Anschel Adolf

Adolf Anschel

*31.8.1885 in Schermbeck

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Jacob Anschel *1850 in Schermbeck

Mutter Dina Moses *1850 Schermbeck; ✡  ?

Großeltern Abraham Anschel (1815) und Ester Spiro (12.11.1818,10.11.1891)

Onkel/Tanten

Caroline Anschel *2.22.1849 in Schermbeck oo Koppel

Albert Anschel *3.9.1851 Schermbeck; ✡25.6.1916 in Bonn; oo Laura Hasendahl

Geschwister/Cousins ausSchermbeck

Alex Anschel *2.4.1888 Schermbeck; ✡ ?

Max Anschel *28.4.1888 Schermbeck; ✡22.11.1944 in Stutthof; oo Anna Eberhard

Hedwig Anschel *14.12.1889 in Schermbeck; ✡27.11.1942 in Auschwitz; oo David Snatager

Sophie Anschel *31.1.1891 in Schermbeck; ✡10.9.1909 in Wesel

Laura Anschel *28.6.1895 in Schermbeck; ✡22.6.1975 in Zürich; oo Jakob Gutermann

Henriette Anschel *3.4.1897 in Schermbeck; ✡29.10.1942 in Auschwitz; oo Josef Frankfort

Beruf  Ingenieur

Adressen Schermbeck; Krefeld, Neusser Straße 49

Heirat

Kinder –

Weiterer Lebensweg

Erster Weltkrieg

22.11.1914, 6.9.1917, 9.9.1918 Alex Anschel, Vizefeldwebel der 9. Kompagnie des Inf.Regiments Nr. 158 dreimal „verwundet“ gemeldet;

18.2.1919 vermisst gemeldet in den Preußischen Verlustlisten

Novemberpogrom

10.11.1938 Novemberpogrom in Schermbeck; Adolf Anschel verhaftet in Krefeld verhaftet; die Schermbecker Synagoge und die jüdischen Wohnhäuser von von SS und HJ aus dem benachbarten Brünen verwüstet. Eine Brandlegung des Synagogengebäudes unterblieb wegen der Nähe anderer Gebäude; die Inneneinrichtung und die Kultgegenstände wurden aber ins Freie getragen und dort verbrannt.

Schermbecker in Dachau

17.11.1938 Einweisung in das KL Dachau mit einem großen Transport aus dem Rheinland;

Adolf Anschel, Häftlingsnummer 29941; 1.12.1938 Entlassung

Hugo Schönbach, Häftlingsnummer 30002; 5.1.1939 Entlassung aus dem KL Dachau 5.1.1939

Walter Wertheim, Brünen, Häftlingsnummer 30011; 20.1.1939 Entlassung

26.4.1939 Flucht von Adolf Anschel nach Belgien

10.5.1939 Einmarsch der Wehrmacht in Belgien; Verhaftung der jüdischen Flüchtlinge als illegale Ausländer; widerrechtliche Abstimmung mit der französichen Regierung zur Abschiebung nach Südfrankreich

Mai 1940 Internierungscamps Le Vigeant und St. Cyprien

August 1942 Verlegung von St. Cyprien in das Sammel- und Durchgangslager Drancy

10.8.1942 Deportation von Drancy nach Auschwitz

Tod in Auschwitz

24.11.1942 Schwester Hedwig Snatager deportiert von Westerbork nach Auschwitz

22.11.1944 Tod von Max Anschel in Stutthof

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429742

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10607788

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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