Holzinger Elisabeth

Elisabeth Klara Holzinger

*12.3.1914 in Regensburg; ✡14.11.1991 in London

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Ottmar Holzinger *11.3.1873 in Feuchtwangen; 14.1.1944 Theresienstadt

Heirat der Eltern 1910

Mutter Daniela Ella Neuberger *28.4.1889 in Deggendorf; ✡ 21.10.1944 Theresienstadt

Geschwister

Gretl Margalith Holzinger *12.11.1916 in Regensburg; ✡ 8.12.1993 in Great Neck, New York

Ernst Adolf Chanan Holzinger *29.9.1920 in Regensburg; ✡ ?

Beruf Praktikantin

Adressen Regensburg Roritzer Straße 10 a; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Werkdorp Nieuwe Sluis

7.1.1936 Ernst und Elisabeth Holzinger zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

30.7.1937 Ernst Holzinger abgemeldet aus dem Werkdorp zur Alija nach Palästina

September1937 Ernst Holzinger auf der SS JERUSALEM nach Haifa

6.9.1937 Ankunft in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

1.1.1938 Elisabeth Holzinger auf der Hechaluz-Mitgliederliste des Werkdorps

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Irma und Ernst Holzinger wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

31.12.1938 Ernst und Elisabeth Holzinger auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps

abgemeldet aus dem Werkdorp,

13.9.1939 Einbürgerung von Ernst Holzinger in Palästina

Novemberpogrom in Regensburg

10.11.1938 Vater Ottmar verhaftet in Regensburg, Weißenburgstraße 25

10.11.1938 etwa 70 verhaftete jüdische Männer wurden auf dem NSKK-Gelände festgehalten und mussten vormittags „Morgensport“-Übungen machen.

Am 9./10.11.1938 wurde auch das Beth Chaluz Regensburg überfallen.

Das Beth Chaluz in Regensburg, Weißenburgstraße 31 war ein Hachschara-Wohnheim des Hechaluz, auch „Praktikantenheim“ genannt. Es bestand zumindest seit 1936.

10.11.1938 Es folgte der „Schandmarsch durch die Regensburger Altstadt zum Bahnhof. Auf Lastwagen wurden 65 in „Schutzhaft“ genommene Juden ins Konzentrationslager Dachau, weitere aber auch in das Regensburger Gefängnis „Augustenburg“ verbracht.

15.11.1938 Entlassung des Vaters aus Dachau

Minderheitenzählung

17.5.1939 beide Eltern in Regensburg, Roritzerstraße 10a

Zwangsumzug der Eltern in das „Judenhaus“ Weißenburgstraße 31

Theresienstadt

23.9.1942 Deportation der Eltern auf Transport II/26 ab Regensburg über Nürnberg nach Theresienstadt

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11194542

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10663475

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de939812

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de939798

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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