Wilhelm Brüll
*18.2.1910 in Seubelsdorf; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Hugo Brüll *19.2.1973 in Seubelsdorf; ✡ 21.5.1944 in Auschwitz
Heirat der Eltern 16.11.1902
Mutter Frieda Freudenthal *15.11.1874 in Theilheim; ✡ 21.5.1944 in Auschwitz
Großeltern Wilhelm Brüll und Fanny David
Großeltern Heinrich Freudenthal und Sara Heumann
Tante Elsa Brüll *3.1.1884 in Lichtenfels; Westerbork; ✡27.8.1943 Auschwitz

Geschwister
Fanny Brüll *4.1.1904 in Seubelsdorf; nach England; ✡ ?
Helene Brüll *4.12.1907 in Seubelsdorf; ✡ 1942 Izbica; oo Leo Wolf
Karteikarte der Stadt Lichtenfels
Beruf –
Adressen Seubelsdorf, Lichtenfels, Judengasse 14; Gut Winkel, Spreenhagen; Ahrensdorf
Heirat Sommer 1939 Else Levy *7.4.1910 in Altkarbe (JJNN)
Kinder –
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Wilhelm Brüll und Else Levy im Gut Winkel
17.5.1939 Vater Hugo in Offenbach, Frankfurter Straße 99
17.5.1939 Schwester Helene mit Ehemann Leo Wolf und Tochter Margot in Altenkunstadt, Lichtenfels
29.9.1939 Schwester Fanny als Köchin im Haushalt von Banker Marriott in 38, Church Street, Chanctonbury, Sussex bei britischem Census
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Wilhelm Brüll zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
17.5.1939 Wilhelm Brüll und Else Levy im Gut Winkel
Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.
Landwerk Ahrensdorf
1939 Wilhelm und Else Brüll wechseln in das Landwerk Ahrensdorf
Heirat kurz vor der Alija
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2
12.10.1939 Bahnfahrt von Wilhelm und Else Brüll von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 Wilhelm und Else Brüll mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht
18.2.1940 Registrierung von Wilhelm Brüll in Athlit;
er gibt Fried als Referenz an , als Gemeindeältesten Wilhelm Sander, beide Ahrensdorf
(Dokument D/844/40/CHU)
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Würzburg-Krasnystaw
25.4.1942 Schwester Schwester Helene mit Ehemann Leo Wolf und Tochter Margot auf dem Transport von Würzburg nach Krasnystaw
Theresienstadt- Auschwitz
9.9.1942 Eltern nach Nürnberg ins Sammellager
10.9.1942 Deportation der Eltern auf Transport II/25von Nürnberg nach Theresienstad
18.5.1944 beide Eltern auf dem Transport E b vonTheresienstadt nach Auschwitz
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71650449
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849021
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849030
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de993627
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316