Kirsch Isidor

Isidor Kiersz/ Kirsch/Jitzchak Duvdevani

*26.1.1922 in Elberfeld, Wuppertal ; ✡ ?.

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Leo Leib Kirsch *18.1.1895; ✡vor 1945 in Polen

Mutter Sura Kirsz *24.12.1893 in Brzeziny ✡ ?

Onkel, Bruder der Mutter Pinkas Henoch Kirsch *13.9.1898; ✡vor 1945 in Polen

Geschwister

Fraida Kirsch *4.8.1920 in Lodz; ✡vor 1945 in Polen

Helmut Kirsch *15.12.1923 in Elberfeld; 10.12.2003 in Newent UK; oo Rosina Sartin

Beruf Landarbeiter

Adressen Elberfeld, Wuppertal; Urfeld;

Heirat ja

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

5.8.1937 Passausstellung in der polnischen Botschaft Düsseldorf

Hachschara in Urfeld

16.8.1937 Isidor Kirsch zur Hachschara aus Wuppertal ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

24.2.1938 Isidor Kirsch abgemeldet aus Urfeld nach Wuppertal

Alija

27.3.1938 Ankunft von Isidor Kirsch in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

Polenaktion

Leo, Pinkas und Fraida Kirsch ausgewiesen aus Wuppertal nach Zbaszyn

Nachkriegszeit

7.4.1947 Einbürgerung von Isidor Kirsch in Palästina

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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