Kluger Bruno

Bruno Baruch Kluger

*27.12.1913 in Frankfurt; ✡ 27.3.1997. Kibbuz Ashdot Yaakov

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Simon Kluger *1886 in Dobris, Tschechien; 1917 in Frankfurt

Heirat der Eltern 1909

Sophie Kluger mit ihren KindernBruno, Renee und Alex

Mutter Sophie/Josefine Bindefeld *1888 in Wien ✡ 1958 Kibbuz Ashdot Yaakov

Geschwister

Alex Kluger *28.10.1910 in Frankfurt; ✡ 18.5.1948 in Zemah Israel

Rennie Renee Kluger *27.12.1913 in Frankfurt; ✡ 1952 Kibbuz Dalia; oo 1934 Israel Bin (1915-1952); oo 1943 Rolf Löwenbein

Beruf Landarbeiter

Adressen Frankfurt; Mannheim; Urfeld; Spreenhagen

Heirat 1951 Dina Tauber *14.11.1912 in Gotha; ✡26.3.1997 Kibbuz Ashdot Yaakov

Dina war zuvor verheiratet mit Heinz Cohen (✡1950 in Israel); aus dieser Ehe stammen Michal Ben Alon und Moshe Cohen

Kinder zwei

Nurit Bar-Tanchelson *in Ashdot Jaakow

Weiterer Lebensweg

9.7.1934 Bruder Alex auf der SS PILSENER nach Haifa

24.9.1934 Einreise von Zwillingsschwester Renenee in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

Hachschara in Urfeld

2.12.1936 Bruno Kluger aus Mannheim zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

3.5.1937 Bruno Kluger abgemeldet aus Urfeld nach Spreenhagen

Gut Winkel

30.4.1937 Bruno Kluger von Urfeld nach Spreenhagen, Gut Winkel

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

16.9.1937 Ausstellung eines polnischen Pass in der Botschaft in Berlin

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

24.1.1937 Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis

3.2.1938 Genehmigung durch die Gestapo Potsdam

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Zwischenzeitlich ist er in Mannheim gemeldet

Alija

Februar 1938 Ankunft von Bruno Kluger in Haifa

12.5.1939 Ankunft von Benjamin Kluger in Haifa

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11208290

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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