Scheindel Fanny Korn
*10.2.1912 in Hannover ; ✡ ?.
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater evtl Isak Korn *10.7.1874; ✡ vor 1945 in Polen
Mutter Itta Lederkremer *15.6.1875; ✡ vor 1945 in Polen
Geschwister wohl mehrere in Hannover
Beruf
Adressen Hannover; Urfeld;
Heirat vermutlich Leonhard Hardy Kuch *23.1.1915 in Lemberg
Kinder
Josef Kuch
Weiterer Lebensweg
Hachschara in Urfeld
18.3.1934 Scheindel Korn aus Hannover zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 warder Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
13.7.1936 Fanny Scheindel Korn abgemeldet aus Urfeld nach Haifa, Palästina
Alija

13.7.1936 Ankunft von Scheindel Korn auf der SS PALESTINA in Haifa
Polenaktion
28.10.1938 Vater Isak Korn und Itta Korn abgeschoben nach Zbaszyn zusammen mit zahlreichen Mitgliedern der Familie Korn aus Hannover
Nach Palästina emigrierten:
6.12.1936 Lilli Korn *25.10.1919 in Hannover
31.8.1936 Isaak Meier Korn *10.10.1915 in Hannover
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de2032203
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de2029943
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History