Arnold Rottenberg
*8.7.1912 in Berlin;✡ 5.2.1989 in Bayside, New York
Staatsangehörigkeit Ungarn
Religion jüdisch
Vater Isaac Chiel Rottenberg *10.10.1880 in Bochnia; ✡24.5.1948 in Bronx
Heirat der Eltern 1.9.1903 in Ker
Mutter Fanny Roth *25.5.1883 in Gulacz Ungarn; ✡ 1957 in Bronx
Geschwister fünf
Irene Rottenberg *17.1.1908 in Kisar, Ungarn; ✡11/1883 in Bronx
Sigmund Rottenberg *8.12.1910 in Berlin; ✡3.12.1994 in Lakewood, USA; oo 1936 in Bronx Margot Butterfass
Beruf
Adressen Berlin; Urfeld; Budapest; Bronx
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Hachschara in Urfeld
28.5.1935 Arnold Rottenberg von Berlin zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
10.12.1935 Arnold Rottenberg abgemeldet aus Urfeld nach Berlin
19.7.1937 Passausstellung für Arnold Rottenberg in Budapest

13.-20.8.1937 Arnold Rottenberg auf der SS PARIS von Le Havre nach New York

Heimatadresse Budapest

Zieladresse Vater Isaac in Bronx
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6028); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History