Hirsch Karl

Karl Hirsch

*3.8.1875 in Schöneberg, Altenkirchen; ✡ 22.5.1960

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister unbekannt

Beruf 

Adressen Schöneberg; Dortmund; Laer, Altenburg 27 a;

Heirat geschieden

Kinder  

Bernhard Hirsch *20.8.1900 in Moschin; 1942in Raasiku

Weiterer Lebensweg

Novemberpogrom

10.11.1938 Sohn Bernhard in Frankfurt verhaftet

16.11.1938 Sohn Bernhard eingewiesen in das KL Dachau

11.2.1939 Entlassung aus dem KL Dachau

Wegen wiederholter Überflutung landwirtschaftlicher Flächen durch die Aa im Kreis Steinfurt wurden vom „Wasser- und Bodenverband Steinfurter Aa“ Maßnahmen zur Regulierung und Begradigung der Aa im Kreis Steinfurt beschlossen, für die das Landesarbeitsamt Dortmund Arbeitslose aus Westfalen zuteilen sollte.

Das erste Lager wurde 1936 in einer ehemaligen Ziegelei in Dumte bei Borghorst erbaut. Es war durch Drahtzaun, Busch- und Baumbestand vor neugierigen Blicken geschützt. Bewacht wurde es vom zivilen Lagerführer Otto Rautenberg. Die einzige Ausstattung bestand nach einem Bericht eines Überlebenden aus Strohsäcken.

1938 wurden auf der Grundlage des „Geschlossenen Arbeitseinsatzes“ für arbeitslose Juden, die zuvor zumeist als Kaufmann ihrer Existenzgrundlage beraubt worden waren, reichsweit entsprechende Zwangsarbeiterlager möglich.

In der Arbeits-Bestandsliste von 1939 werden 36 Juden genannt.

Minderheitenvolkszählung

17.5.1939 im Aufbaulager Dumte bei Borghorst wurden 62 Zwangsarbeiter erfasst, überwiegend aus Westfalen, 16 aus Frankfurt

17.5.1939  im Aufbaulager Laer Steinfurt wurden 46 Zwangsarbeiter erfasst (18 aus Frankfurt)

15.7.1940 In der erhaltenen Hausstandsliste von Laer, Altenburg 27 a findet sich sein Name Karl Hirsch unter 35 gemeldeten jüdischen Zwangsarbeitern, Zuzug von Dortmund

Am 16.10.1940 erfolgte dann die Weiterverlegung der Gruppe in das Lager Altenberge, Kümper 35 auf den Hof Geuker.

Raasiku

 24.9.1942 Sohn Bernhard deportiert aus Frankfurt nach Raasiku

Ghetto Theresienstadt

27.7.1942 Karl Hirsch auf dem Transport X/1 von Dortmund nach Theresienstadt

5.5.1945 die SS übergibt das Ghetto an das Rote Kreuz

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5046976

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/67359725

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de883915

Kartei der im Aufbaulager Laer gemeldeten Zwangsarbeiter,Hausstandsliste Altenburg 27 a; Gemeindearchiv Laer C 471

https://www.statistik-des-holocaust.de

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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