Traube Heinz

Heinz Henry Traube

*30.7.1920 in Colmar/Posen; ✡17.1.1999 in Paris

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Georg Traube*4.11.1894 in Kattowitz; ✡12.3.1942 Lodz

Heirat der Eltern 20.11.1919 in Beuthen

Mutter Gertrud Hoffmann *16.4.1897 in Beuthen; ✡  ?1942

Die Ehe wird 1939 geschieden

Geschwister

Henriette Traube *1923; 23.12.1923 in Beuthen

Ingeborg Traube *21.1.1925 in Beuthen; ✡  ?1942

Beruf

Adressen; Havelberg;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Waldgehöft Havelberg

3.2.1937 Heinz Traube als Mitglied des Hechaluz zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Auf der Belegschaftsliste vom 31.12.1937 ist er nicht mehr verzeichnet

Flucht nach Belgien oder Frankreich

Auschwitz

Februar 1944 Transport aus Drancy ; an der Rampe in Auschwitz wird er zur Zwangsarbeit selektiert und bekommt die Häftlingsnummer 173905 in den linken Unterarm tätowiert.

Ab Drancy gingen im Februar 1944 zwei Auschwitz Transporte ab am 2.2. und 10.2.1944. Im Februar wurden die Häftlingsnummern 173 152 – 174 595 vergeben.

15.1.1945 die Häftlinge in Auschwitz hören den russischen Kanonendonner 30 km aus dem Osten

18.1.1945 Evakuierung aller drei Auschwitz-Lager; ca 60 000 Häftlinge;

19. – 23.1.1945 Ankunft in den Eisenbahnknotenpunkten Gleiwitz und Loslau. Von Gleiwitz oder Loslau in Güterwaggons zu westlich gelegen Konzentrationslager wie Buchenwald, Ravensbrück

Das gesamte Funktionspersonal aus Monowitz wird von Gleiwitz nach Buchenwald transportiert

Nach Schätzungen starben bei diesen Räumungstransporten von Auschwitz insgesamt zwischen 9.000 und 15.000 Häftlinge.

26.1.1945 Ankunft von Henry Traube in Buchenwald nach Todesmarsch von Auschwitz Im Buchenwald in Kleinen Lager Baracke 57; Häftlingsnummer 124256

Crawinkellager in Ohrdruf

14.2.1945 Henry Traube aus Buchenwald in das Kommando S III, Ohrdruf zusammen mit Walter Keschner, Rolf Elkeles, Gerd Salinger, Siegfried und Erich Tichauer.

Überstellt in das Buchenwald-Außenlager Ohrdruf S 3, in das Crawinkellager

10.2.1945 überstellt aus dem KL Groß Rosen nach Buchenwald; Häftlingsnummer 127695

Zunächst Quarantäne im Kleinen Lager, Block 57

22.3.1945 Überstellung mit einer Gruppe nach Ohrdruf Code S III

22.3.1945 Überstellt in das Buchenwald-Außenalager Ohrdruf S 3, in das Crawinkellager (Luftmunitionsanstalt Crawinkel, „MUNA“) bei Stadt Ohrdruf bei Gotha

3.4.1945 zuerst Auflösung des Ohrdrufer Nordlagers, die weiteren Lager folgten Tage später.

Die S III Häftlinge wurden hauptsächlich auf 3 unterschiedlichen Strecken nach Buchenwald getrieben: 

1. Ohrdruf – Crawinkel – Gräfenroda – Plaue – Stadtilm – Kranichfeld – Bad Berka – Buchenwald.

2. Crawinkel – Espenfeld – Siegelbach – Nahwinden – Kranichfeld – Tonndorf – Buchenwald.

3. Espenfeld – Jonastal – Arnstadt – Stadtilm – Nahwinden – Kranichfeld – Tonndorf – Buchenwald.

Im Durchschnitt betrug die Entfernung nach Buchenwald 85 Kilometer und die Marschdauer mindestens 3 bis 4 Tage. In Buchenwald wurde die Ankunft von 8.989 Häftlingen von S III

11.4.1945 Befreiung in Buchenwald durch die US Army

Nachkriegszeit

12.4.1947 Einbürgerung in Frankreich

Wohnort Montauban (Tarn-Et-Garonne)

17.1. 1999 Tod in Paris, 7e Arrondissement

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/7293160

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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