Czerninski Max

Max Siegfried Czerninski

*3.8.1922 in Frankfurt/Oder; ✡ ?

Staatsangehörigkeit polnisch;staatenlos

Religion jüdisch

Vater Leo Czerninski *14.11.1894 in Treuburg; ✡ April 1945

Mutter Edith Grunert *19.11.1896 in Passenheim, Ortelsburg; ✡ vor 1945

Onkel/Tante

Eugen Czerninski *8.6.1891 in Treuburg; ✡ nach 3.4.1942

Ella Grunert *19.11.1896 in Passenheim, Ortelsburg; ✡ vor 1945

Geschwister

Josef Czerninski/Zur *1921 in Frankfurt/Oder; Alija

Werner Czerninski *11.11.1924 in Frankfurt/Oder; ✡nach 2.4.1942 in Warschau

Cousin/e

Susie Marie Czerninski *14.8.1920 in Frankfurt; ✡ nach 2.4.1942 in Warschau; oo Zalewska

Manfred Czerninski *8.9.1923 in Frankfurt/O; ✡ 20.2.2009 in Israel; oo Margalit Nuriel

Werner Czerninski *3.2.1924 in Frankfurt/Oder; ✡22.11.1924 in Berlin

Beruf Landarbeiter

Adressen Frankfurt/Oder, Breite Straße 30; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat 22.10.1945 in Jerusalem mit Ida Herta Rothkopf *6.12.1921 in Berlin

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Max Siegfried Czerninski zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Hof Wecker beim Bahnhof in der Bahnhofstraße in Rüdnitz bei Bernau. Der Hof Wecker in Rüdnitz, gelegen an der Bahnlinie Berlin Eberswalde in Rüdnitz war im Besitz der Familie Schocken. Leiter war Erich Marx. Die Eheleute Chane und Robert Emmerich sind als Köchin und Hausmeister angestellt.

Es bestand von 1933 bis 1941 und war somit eines der ersten zionistischen Hachscharalager der Jüdischen Jugendhilfe in Brandenburg.

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung des Onkel Eugen und Vater Leo Czerninski

Einweisung in das KL Sachsenhausen

26.11.1938 Entlassung des Vaters Leo aus dem KL Sachsenhausen

13.12.1938 Entlassung des Onkel Eugen aus dem KL Sachsenhausen

Gut Winkel

Cousin Manfred Amnon Czerninski zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 beide Eltern in Frankfurt/Oder, Breite Straße 30

17.5.1939 Manfred Amnon Czerninski in Gut Winkel, Spreenhagen

17.5.1939 (Anderer)Manfred Czerninski (*23.9.1923 in Treuburg) in Königsberg bei Jakob und Erna Czerninski

Landwerk Neuendorf

Vater Leo als Gärtner in Landwerk Neuendorf

22.11.1942 Tod von Cousin Werner Czerninski in Berlin, Dirksenstraße 45

Alija

7.3.1939 Einreise von Ida Rothkopf in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

14.3.1939 Einreise von Max Czerninski in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

14.8.1939 Einreise von Manfred Czerninski in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

15.7.1945 Einbürgerung von Max und Ida in Palästina

22.10.1945 Heirat in Jerusalem mit Ida Herta Rothkopf

Frankfurt/Oder – Ghetto Warschau

3.4.1942 Vater und Schwester Susi, sowie Leo und Edith Czerninski deportiert von Frankfurt/Oder ins Ghetto Warschau „Welle 1“; Onkel Leo soll noch aus dem Sammellager geflohen sein

Gedenken

15.1.1997 Pages of Testimony für seine Eltern Leo und Edith von Sohn Josef Czerninski

13.4.1999 Pages of Testimony für die Eltern und Schwester Susi von Manfred Czerninski

2016 Stolpersteine für die Eltern Edith und Leo Czerninski in Frankfurt/Oder, Karl-Marx-Straße 176

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11227339

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12651204

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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