Hirsch Wilhelm

Wilhelm Akiva Hirsch

11.8.1914 in Homburg/Saar; ✡ 28.7.1948 im Unabhängigkeitskrieg

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater August Hirsch *23.11.1878 in Homburg ; ✡ 31.8.1942 in Auschwitz

Mutter Mathilde Mayer *26.8.1886 in Böchingen, Landau; ✡ 31.8.1942 in Auschwitz

Geschwister

Adolf Hirsch *12.2.1910 in Homburg; 12.10.1973 in Homburg; oo 1947 Jenny Levy (*1903)

Cousins

Erich Emanuel Hirsch *8.10.1914 in Homburg

Paul Hirsch *14.5.1906 in Homburg

Beruf Landarbeiter

Adressen Homburg/Saar, Deutsche Straße 26 ; Luxemburg

Heirat Ora Hirsch

Kinder

Yftach Hirsch *1944

Izchak Hirsch *1947

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

1.3.1935 Bruder Adolf Hirsch abgemeldet zur Emigration

Hachschara in Luxemburg

1935 Wilhelm Hirsch zur Hachschara in Luxemburg in Altwies, im Gebäude des ehem. Hotel de Paris; das Institut Hechalouts für 60 Auszubildende bestand von 1933-1938/39

Einzelhachschara auf einem Bauernhof

Alija

24.5.1935 Passausstellung für Wilhelm Hirsch in Luxemburg

8.9.1936 Einreise von Wilhelm Hirsch in Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

13.5.1941 Einbürgerung in Palästina

Eintritt von Wilhelm Hirsch in dieHaganah

Novemberpogrom

10.11.1938 Vater August festgenommen, zusammen mit seinen Neffen Erich und Paul Hirsch

15.11.1938 Einweisung des Vaters in das KL Dachau, , er erhält die Häftlingsnummer 26815

19.12.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Dachau

7.3.1939 Entlassung der Cousins Erich und Paul aus Dachau

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Beide Eltern in Homburg, Deutsche Straße 26

Die Bürckel-Wagner-Aktion in Baden

22.10.1940 beide Eltern, Cousin Erich, die Tanten Betty, Else und Hedwig Hirsch, Onkel Alexander Hirsch auf einem von sieben Transporten von 6500 Juden des Saarlandes, der Pfalz und Baden, davon allein aus Karlsruhe über 900 und 1972 aus Mannheim in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich transportiert in der „Bürckel-Wagner-Aktion“.

März 1941 Verlegung verschiedener Gruppen aus Gurs in andere Lager: Betagte Menschen kamen nach Noé, Schwerbehinderte nach Récébédou, Familien in das sogenannte ‚Familienlager‘ Rivesaltes.

28.8.1942 Deportation der Eltern ab Drancy nach Auschwitz

Nachkriegszeit – BRICHA

Wilhelm Hirsch von der Haganah zu Bricha Aktionen nach Belgien entsandt, um Siedler nach Palästina zu bringen

14.5.1948 Ben Gurion ruft die Staatsgründung aus.

28.7.1948 Wilhelm Hirsch im Unabhängigkeitskrieg gefallen

Gedenken

–

2005 Izchak Hirsch zu Besuch in Homburg, 2005 anlässlich des 102jährigen Geburtstages der Jenny Hirsch, Witwe des Bruders Adolf

Quellen

https://www.alemannia-judaica.de/homburg_saar_synagoge.htm

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10661819

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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