Mansbach Hanni

Hanni Toni Mansbach

*3.9.1917 in Leipzig; ✡

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Josef David Mansbach *16.12.1887 in Neusandez; ✡ 1956 in Natanja

Mutter Ittel Jetti Bindefeld *21.11.1891 in Mylenice; ✡ vor 1945 in Polen

Geschwister ?

Beruf Praktikantin

Adressen Leipzig, Gohliser Straße 11, II.; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat 1939 Dawid Jakub Weiss *14.10.1916 Berlin

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Hanni Mansbach wird in einigen Listen irrtümlich als Hansbach geführt

Polenaktion

28.10.1938 offenbar niemand nach Zbaszyn abgeschoben

Gut Winkel

Etwa 1939 Hanni Hansbach zur Hachschara als Praktikantin in Gut Winkel, Spreenhagen;

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 Hanni Manzbach nicht auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Minderheitenvolkszählung

17.5.1939 beide Eltern in Leipzig, Gohliser Straße 11, II

15.7.1939 Ausweisung der Eltern nach Polen

Alija

Heirat 1939 von David und Hanni Weiss vor der Alija

25.4.1939 Einreise von David und Hanni Weiss als Ehepaar in Tel Aviv mit seinem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS, sie als Ehefrau mit C/LS-2

20.1.1942 Ehemann verhaftet wegen illegalem Plakatierens gegen Maßnahmen der Mandatsbehörden. Es wurde Anklage erhoben, der Fall aber letztlich niedergeschlagen

Nachkriegszeit

1946 Vater in Mailand gemeldet; 1944 war er in Süditalien im Campo Ferramonti di Tarsia interniert

Gedenken

Quellen

Ilana

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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