Alfred Fred Heimann
*16.11.1924 in Breslau; ✡ 4.8.1972 in Hamburg
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater unbekannt Heimann; ✡ ?
Mutter Johanna Hirsch *11.3.1895 in Prag Karolinental ; ✡ 29.11.1941 Kauen, Fort IX
Geschwister
? Hilde Heimann * 2.10.1920 in Breslau
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin, Höfchenstraße 95 ; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Helga Halberstam
Kinder eins
Weiterer Lebensweg
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Alfred Heimann und seine Mutter Johanna in Berlin, Höfchenstraße 95
Gut Winkel
Sommer 1939 Fred Heimann zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied im
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

September 1939 Fred Heimann auf der Liste des Landrates Kreis Beeskow-Storkow für das Gut Winkel
Dänemark – Schweden
1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
20.11.1939 Alfred Hirsch mit einer Gruppe aus Gut Winkel mit Kindertransport nach Dänemark
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943
5.11.1940 Fred Heimann nicht registriert im Dänischen Census

10.12.1942 registriert in Schweden, Malmöhus – Malmö_Sankt_Petri_AIIa105-46
Massenerschießung im Fort IX Kauen
28.10.1941 „große Aktion“ Massenerschießung im Fort IX 9000 Juden, die Hälfte davon Kinder
17.11.1941 Die Züge aus Berlin Da 26 (17.11.), München (20.11.), Frankfurt/Main (22.11.), Wien (23.11.) und Breslau (25.11.) wurden nicht wie ursprünglich vorgesehen nach Riga, sondern ins litauische Kowno geleitet.
25.11.1941 nach Ankunft der Juden aus Frankfurt/Main Massenerschießung zusammen mit den zuvor Eingetroffenen aus Berlin und München, insgesamt 2934 Juden durch das Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD wurden insgesamt 2934 Menschen im Fort IX außerhalb der Stadt erschossen.
25.11.1941 Tod der Mutter Johanna Hirsch bei Massenerschießung im Fort IX in Kauen
Nachkriegszeit
Rückkehr nach Deutschland, Hamburg
Gedenken
Quellen
Schweden, Haushalte-Untersuchungsbücher, 1840-1947 – Fred Heyman
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html