Gläser Rudolf

Rudolf Gläser

*25.4.1924 in Liegnitz; ✡ 25.2.2008 Sheffield

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Boris Gläser *21.12.1895 in Kurschawy, Schaulen, Lithuania; ✡ ? vor 1946

Mutter Martha Grimm *21.9.1893 in Liegnitz; ✡ ? vor 1946

„Mischehe“ laut NJ-Rassegesetzen; Boris Gläser war Jude

Geschwister

Ruth Gläser *17.5.1920 in Liegnitz; ✡ ?

Käthe Gläser *25.12.1921 in Liegnitz; ✡ ?

Ilse Gläser *10.2.1926 in Liegnitz; ✡ ?

Judith Esther „Sonja“ Gläser *25.1.1934 in Liegnitz; ✡ ?

Brigitte Gläser *27.9.1938 in Liegnitz; ✡ ?

Beruf Landarbeiter

Adressen Liegnitz, Burgstraße 57; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

15.5.1939 Rudolf Gläser zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen;

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Rudolf Gläser bereits registriert auf Gut Winkel

17.5.1939 Boris, Martha, Ruth, Käthe, Rudolf, Ilse, Sonja und Brigitte Gläser in Liegnitz, Burgstraße 57

September 1939 Rudolf Gläser nicht mehr auf der Liste des Landrates Kreis Beeskow-Storkow für das Gut Winkel und auch nicht auf der Ausländerliste.

Kindertransport

10.8.1939 Großer Kindertransport mit „Gefährdeten Kindern“ (GEF) aus den Hachscharalagern, davon sechs aus Gut Winkel

22.8.1939 Rudolf Gläser auf dem 29. England-Transport

Britischer Census

29.9.1939 Rudolf Gläser mit ca. 45 Jugendlichen auf einer großen Trainingsfarm in Pratrees, Pinetrees, West Ashford, Kent unter Leitung von Diplom Agronom Hilbert David Summ (*7.5.1915 in Clones, Fermanagh, Monaghan, Ireland)

Nachkriegszeit

Ilse, Sonja und Brigitte Gläser im Children’s Emigration Center, München

Suchanzeige von Schwester Ilse Gläser im DP Camp Deggendorf

1.12.1948 Ilse, Sonja und Brigitte Gläser auf dem US Marinetransporter MARINE TIGER von Bremerhaven nach New York

Gedenken

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Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11207175

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/81651639

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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