Gerechter Arthur

Arthur Gerechter

*18.3.1923 in Berlin ✡ 31.5.1945 in Bergen Belsen

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Ludwig Gerechter 17.12.1888 in Borek; ✡ 29.5.1941 in Shanghai

Mutter Judith HenrietteKrotoschiner *7.1.1896 in Rawitsch; ✡ 1942 Auschwitz

Großmutter Johanna Gerechter geb. Meyer *28.10.1859 Neustadt/Pinne; ✡7.3.1941 Berlin

Onkel Martin Gerechter *20.7.1890 in Borek; Belgien; Vigeant; Drancy; ✡ 10.9.1942 Auschwitz

Geschwister

Ruth Gerechter *18.2.1921 in Berlin

Beruf Schreiner

Adressen Berlin, Kluckstraße 38 ; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Ostern 1929 Einschulung

Acht Jahre Volksschule

19.3.1937 Schulabgang

ORT-Schule Berlin

1937-1938 Besuch der Lehrwerkstatt der ORT in Berlin Niederschönhausen; die internationale jüdische Organisation World ORT (Organisation, Reconstruction, Training), die damals ihren Hauptsitz in Berlin hatte, betrieb ab November 1937 eine private technische Berufsschule und Lehrwerkstätten in der Siemensstraße 15 in Berlin-Moabit

ASR-Aktion

Juni 1938 Verhaftung des Vaters Ludwig in der ASR -Aktion „Arbeitsscheu Reich“

16.6.1938 Einweisung des Vaters in das KL Buchenwald als ASR-Häftling

12.8.1939 Entlassung des Vaters aus Buchenwald

Gut Winkel

1938 zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen;

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 noch nicht auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Kindertransport nach Holland

4.1.1939 Arthur Gerechter auf dem IV. Holland-Transport

4.1.1939 auf der Fahrt wurden drei Gruppen gebildet

– Dommelhuis Eindhoven nur Jungen

– Losser K.L. Smitoord nur Mädchen

– Zeehuis Bergen aan Zee gemischt Jungen und Mädchen

5.1.1939 Dommelhuis, Jonckbloetlaan 13, Eindhoven

22.3.1940 Jongenshuis Westersingel, Westersingel 40, Rotterdam

1.10.1940 Jongenshuis, zuvor kindertehuis der Gemeende Rotterdam in Arnhem, Amsterdamscheweg 1

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Mutter Judith in Berlin-Tiergarten, Kluckstr. 38

17.5.1939 Großmutter Johanna Gerechter Kurfürstendamm 94/95

Shanghai

1939 Vater Ludwig als Schriftsteller im Jüdischen Adressbuch von Shanghai

29.5.1941 Tod des Vaters in Shanghai mit „typhus fever“

T4 Euthanasie

Schwester Ruth Gerechter in stationärer Behandlung in der Heil- und Pflegeanstalt Wuhlgarten

Juni 1940 Verlegung mit den „Grauen Bussen“ zur Tötung in der Gaskammer der Tötungsanstalt Bernburg/Havel

Kamp Westerbork

11.12.1942 Arthur Gerechter eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

23.-25.3.1944 Transport von Westerbork nach Auschwitz

Nach Ankunft an der Rampe zur Zwangsarbeit selektiert; ihm wird die Auschwitz-Häftlingsnummer 175366 in den linken Unterarm tätowiert

6.4.1944 von Auschwitz nach Bergen Belsen

15.4.1945 Befreiung von Bergen Belsen

31.5.1945 Tod in Bergen Belsen

Berlin-Auschwitz

29.11.1942 Mutter Judith auf dem 23. Osttransport; von diesem Zeitpunkt wurden alle weitere Transporte in die Konzentrationslager von Berlin nur noch nach Auschwitz geführt.

Gedenken

2.10.1977 Pages of Testimony für Arthur Gerechter von seiner Tante Hertha Danziger-Krotoschiner bei Yad Vashem

Quellen

http://www.dokin.nl/deceased_children/artur-gerechter-born-18-mar-1923/

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot23.html

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1060332

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1055174

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1055130

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1055018

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130834365

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130292533

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5940947

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78827376

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12654773

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12654783

https://genealogyindexer.org/view/1939Shanghai/54

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My