Tepper Fanny

Fanny Tepper

*30.4.1922; + nach dem 9.8.1944 in KZ Stutthof

Vater Markus Tepper *9.3.1895 Szufnarowa / Strzyzow / Galizien; +23.5.1940 im KZ Sachsenhausen

Tepper Konfektion, Herner Str.8, Altwarenhandlung Königswall 31

Mutter Ettel Änne Brunnengräber *20.5.1895 in Rudki; +9.8.1944 in KZ Stutthof

Schwester Ruth Tepper *4.1.1924; 1940 nach Hamburg, über Polen, Wien, Rumänien mit Flüchtlingsschiff „Patria“ im Hafen von Haifa untergegangen, Sprengstoff-Anschlag der Haganah am 25.11.1940

Familie Tepper ca 1934; Fanny rechts

Adressen Recklinghausen; Königswall 31; Herner Str. 8a (Hausbesitzer Tepper); zuletzt Kellerstraße 1, Ghettohaus

Weitere Lebensdaten

1932 – 1936 Lyceum in Recklinghausen

28. 10.1938 Abschiebung nach Bentschen (Zbaszyn)

9./10.11.1938 Zerstörung der Geschäfte Herner Str.8 und Breite Str. 35 a im Pogrom

10.12.1938 Tepper Markus, Herner Str 8 und Altwarenhandlung Tepper Sophie, Breite Str. 35 a, von Amts wegen gelöscht

24.1.1942 Deportation nach Gelsenkirchen

27.1.1942 Transport Gelsenkirchen, Dortmund – Riga mit Mutter Ettel und Bruder Max

1942 Wehrmacht-Heeresbekleidungslager (Arbeitseinsatzbuch im Rigaer Ghetto 1942)

9.8.1944 Ankunft in Stutthof nach Auflösung von KL Riga-Kaiserwald

1944 Tod in Stutthof

Quellen

Willi Hagemann, Höhere Mädchenbildung und jüdische Schülerinnen in Recklinghausen von 1866 bis 1938/39, in: Vestische Zeitschrift 90/91 (1991/92), hg. v. Werner Burghardt, S. 231-244, S. 234

Gedenkbuch Opfer und Stätten der Herrschaft, der Verfolgung und des Widerstandes in Recklinghausen 1933-1945

Arbeitseinsatzbuch im Rigaer Ghetto 1942, LVVA P-132, t. 28ap.

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=653

Georg Möllers, Familie Tepper; PDF-Datei; Anhang im „Gedenkbuch Opfer und Stätten der Herrschaft, der Verfolgung und des Widerstandes in Recklinghausen 1933-1945“

Georg Möllers / Jürgen Pohl: Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942, Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hrsg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, Klartext Verlag, Essen 2013.
Jüdische Einwohner Recklinghausens, Sta Re III 6520

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

Gedenkbuch Opfer und Stätten der Herrschaft, der Verfolgung und des Widerstandes in Recklinghausen 1933-1945

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Recklinghäuser Zeitung, 12.12.1938

Fotos Yad Vashem; Yad Vashem Central Database of Shoah Victims‘ Names

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de?id=1007748

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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