Weyl Fritz

Fritz Weyl

* 28.10.1887 in Elberfeld; + 25.5.1945 in Tröbitz

Vater Albert Weyl *14.4.1847 in Haltern; + 19.3.1926 in Elberfeld

Mutter Hermine Jacobs *15.7.1856 in Kleve; +31.12.1939 in Elberfeld

Geschwister

Paul Weyl *4.11.1881 in Elberfeld; 10.11.1941 Düsseldorf-> Ghetto Minsk

Beruf Arbeiter; Betriebsleiter

Adressen Wuppertal-Elberfeld

Heirat am 29.4.1921 Gertrud Henriette Goldberg *17.3.1897 in Bochum

Kinder

Peter Otto Ludwig Weyl *16.7.1922; oo Krimhild +19.1.1955

Marianne Weyl *2.4.1929 in Elberfeld; oo Dick Kouw; + 28.8.2004 in Vlaardingen

Weiterer Lebensweg

Rätekommunist bei der KAPD (Ablehnung von Beteiligung an Parlamentswahlen)

April 1920 Gründungsparteitag der KAPD nach Abspaltung von ca 45 000 KPD-Mitgliedern

1.-4.8.1920 aktiver Teilnehmer des 2. Parteitages der KAPD in Berlin; 12-mal erwähnt im Kongress-Protokoll, u.a. Mitglied der Mandatsüberprüfungskommission; Redebeiträge als revolutionärer Arbeiter

4. August 1920 zusammen mit Otto Rühle in den Hauptausschuss der rätekommunistischen KAPD gewählt

1938 Emigration nach Vlaardingen, Niederlande

1939 nach Vlaardingen Ambacht

Oktober 1940 nach Bennekom

Febr. 1941 Umzug der Familie nach s‘-Hertogenbosch = Den Bosch, Jan de la Barlaanstraat 17

10.11.1941 Bruder Paul Weyl von Elberfeld-> Düsseldorf-> Ghetto Minsk

3.-5.10.1942 inhaftiert in Westerbork mit Frau Gertrud und den Kindern Peter und Marianne

15.2.1944 Westerbork -> Bergen-Belsen „Sternlager

10.4.1945 Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

23.4.1945 Ankunft Tröbitz, Fahrt endet an der gesprengten Elsterbrücke „Verlorener Transport“

Befreiung durch die Rote Armee, General Tschukow

25.5.1945 Tod in Tröbitz durch Typhus

Beisetzung auf dem Jüdischen Friedhof in Tröbitz Grab 27 Reihe 2 (Staatsangehörigkeit: Paraguay)

Nachbargrab 39 Reihe 2 Anneliese Kottek, Tochter der Erna Rosenthal (1884-1960) aus Recklinghausen

Juli 1945 Frau Gertrud  mit Kindern im Rückkehrer-Lager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals

Gedenken

27.10.2016 Enthüllung von Erinnerungstafeln mit den Namen von 293 jüdischen Opfern aus Herzogenbosch

Quellen

https://www.joodsmonument.nl/nl/page/150933/fritz-weijl

Mark Verbeek, Archief Aldus projecten, s‘-Hertogenbosch; https://www.aldusprojecten.nl/

Gregor Husmann, Jüdische Familien in Haltern und aus Haltern – eine offene Spurensuche; 2020

Dieter Stüber, Erinnern und Gedenken gegen Vergessen und Verdrängen, Die Schicksale der jüdischen Familien in Haltern am See von 1925 bis 1945; 2. Auflage, Haltern 2017

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de986755

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de987556

https://collections.arolsen-archives.org/archive/70992602/?p=1&s=Weyl%20Fritz&doc_id=70992602

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130397592/?p=1&s=Weyl%20Fritz&doc_id=130397592

https://collections.arolsen-archives.org/en/archive/1-1-3-1_8007907/?p=1&s=Tr%C3%B6bitz&doc_id=3394979

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411110-Wuppertal12.jpg

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

Protokoll des 1. ordentlichen Parteitags der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands

http://www.left-dis.nl/d/kapd0820.pdf

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest, Gedenkbuch 1983

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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