Herzfeld Fritz

Fritz Otto Herzfeld

* 18.11.1911 in Haltern; Tod in Riga

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Max Herzfeld *29.3.1869 in Steinheim, Höxter; Arzt in Haltern; +23.10.1942 Theresienstadt

Mutter Rosalie Jakob Leeser, Ärztin; *26.10.1881 in Dülmen; oo23.6.1904; +27.9.1940 in Brandenburg „T4“

Geschwister

Georg Herzfeld *22.11.1905 in Haltern; +8.12.1922

Kurt Herzfeld * 20.1.1907 in Haltern; +24.1.1907 in Haltern;

Cousine Helga Becker-Leeser

Beruf Gärtnergehilfe

Adressen Haltern, Rekumer Straße 29; Münster, Rheinstraße 5; Rheydt

Heirat ledig

Weiterer Lebensweg

1.April 1917 Evangelische Volkschule Haltern

1935 Umzug der Familie nach Münster; Erwerb des Hauses Rheinstraße 5

12.9.1938 Verkauf des Hauses Rheinstraße 5

23.12.1938 Zwangsweise Annahme des weiteren Vornamens „Israel“

1938 Umzug der Familie nach Rheydt

1939 Mutter Rosalie in die Provinzialheilanstalt Warstein

20.9.1940 Mutter in die Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf

27.9.1940 Tod der Mutter in der Euthanasie-Tötungsanstalt Brandenburg/Havel „T4″

11.12.1941 Transport Da 38 Düsseldorf nach Skirotawa, Riga

13.12.1941 kurz vor Mitternacht Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Laderampe vereist

14.12.1941 morgens Fußmarsch ins Ghetto Riga

25.7.1942 Vater Max deportiert nach Theresienstadt

Mitte 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

Tod in Riga

Gedenken

Pages of Testimony der Cousinen Helga Becker-Leeser und Pauline Leeser in Yad Vashem

 Gedenkstein in Haltern

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1489249

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de861760

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de859972

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411211-19.jpg

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

Gregor Husmann, Jüdische Familien in Haltern und aus Haltern – eine offene Spurensuche; 2020

Dieter Stüber, Erinnern und Gedenken gegen Vergessen und Verdrängen, Die Schicksale der jüdischen Familien in Haltern am See von 1925 bis 1945; 2. Auflage, Haltern 2017

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest, Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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