Hennig Else

Else Bertha Hennig geb. Behrendt

*29.12.1890 in Mainz; + 17.2.1959 in Bremen

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Alfred Behrendt

Mutter Henriette Ohm

Bruder

Walter Curt Behrendt *16.12.1884 in Metz; 26.4.1945 in Hanover, USA

Beruf Bibliothekarin

Adressen Mainz, Wiesbaden, Braunschweig; Hannover

Heirat 1916 in Hannover Rudolf Hennig *19.5.1890 in Nürnberg; Studienrat; +10.11.1966

Kinder

Hildegard Hennig *7.12.1918; 1935 nach New York zu Onkel Walter; oo Tupper; +28.1.1915

Gerhart Hennig *8.1.1920; 1937 nach New York zum Onkel Walter; + April 1965

Weiterer Lebensweg

Volksschule

Höhere Töchterschule

Ausbildung zur Bibliothekarin

1911 Praktikum in England

Assistentin in der Volksbücherei Charlottenburg Berlin

1916 Heirat

1918 Umzug nach Bremen

16.8.1944 Else von Gestapo verhaftet; Polizeigefängnis Oldenburg

18.8.1944 Rudolf von Gestapo verhaftet; Rudolf ins Lager Farge; dann ins AEL Nordmark

Else wird ebenfalls ins AEL Nordmark verbracht

30.4. 1944 Rudolf aus AEL Nordmark entlassen

Rettungsaktion „Graf Bernadotte“ durch das Schwedische Rote Kreuz

Nach Verhandlungen des schwedischen Graf Bernadotte und Norbert Masur vom World Jewish Congress, Stockholm mit Heinrich Himmler nahe Berlin werden 168 jüdische Häftlinge und ihre Kinder nach Schweden freigelassen.

1.5.1945 153 Juden mit weißen Bussen des Roten Kreuz nach Pattburg, Dänemark, Entlausung in der Quarantänestation; weiter mit dem Zug nach Kopenhagen

2.5.1945 mit der Fähre nach Malmö; erste Quarantäne ca. 10 Tage

4.5.1945 Befreiung des AEL Nordmark Hassee durch britische „Royal Army“

13.5.1945 in Smålandsstenar, Schweden in Quarantäne

8.6.1945 Holsbybrunn, Ausländerheim der Schwedischen Ausländerkommission

Dez. 1945 nach Ryds Brunn Ausländerlager, Flüchtlingsheim

18.6.-1.7.1946 auf der SS Gripsholm von Göteborg nach New York zur Tochter Hilde Henning

17.2.1959 Tod in Bremen

Quellen

U.S. Sterbe-Verzeichnis der Sozialversicherung (SSDI)

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939  https://www.mappingthelives.org/

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7133); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85.

Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

http://www.geschichtsverein-bordesholm.de/Veroeffentlichungen/Jahrbuecher/J06_7_Fentsahm_Evakuierungsmarsch.pdf

Käthe Fries, Schießen Sie mich nieder, Lukas Verlag 2017

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Aufbau, Nach Schweden gerettet; Ausgabe vom 22.6.1945

Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020

Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick Hrsg., Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020

Mein besonderer Dank gebührt Fred Zimmak für die großzügige Unterstützung meiner Recherchen.

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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