Dreyfus Anne

Anne Rose Dreyfus

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*17.10.1918 in Sulzbach; +7.9.1942 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Emil Dreyfus * 10.9.1883 in Sulzbach, Saar; 30.4.1942 nach Zamosc;

Mutter Toni Löwenbach *19.10.1881 in Freienohl; Kunstgewerbegeschäft in Bochum; 30.4.1942 nach Zamosc

Geschwister

Lilli Marie Dreyfus *28.3.1920 in Sulzbach; oo Salomon Bernard de Leeuw; +30.4.1943 Sobibor

Walter Otto Dreyfus *13.3.1926 in Bochum; 5.11.1944 von Lissabon nach Haifa; +1950 in Israel, als Soldat bei einer Nachtübung von einer Schlange gebissen

Beruf Hausangestellte

Adressen Bochum Rheinische Straße 28; Amsterdam, Tolstraat 128;

Heirat

Weiterer Lebensweg

1924 Umzug nach Bochum; Familie kauft das spätere Judenhaus Rheinische Straße 28

Die Gymnastikgruppe des RJF ca 1935 Anne und Lilli Dreyfus, mittlere Reihe 3. und 1. von rechts

10. 2. 1938 Anna Dreyfus nach Flensburg, Hachschara-Lager Gut Jägerslust bei Flensburg

Anne Dreyfus (vermutlich), 1937 in „Jägerlust“, 3. Reihe, 2. von rechts, weiße Bluse; vorn v.re. Adi Sporn, „Chaim“ Hermann Berger

9. 7. 1938 Lilly Dreyfus auch nach Flensburg, Gut Jägerslust

Novemberpogrom

10.11.1938 brutaler Überfall und Verwüstung des Gut Jägerhof. Alle Chawerim verhaftet, die Männer ins Polizeigefängnis Kiel, von wo sie später ins KL Sachsenhausen deportiert werden. Die Frauen kommen ins Gerichtsgefängnis in Flensburg im Südergraben und werden nach einem Tag entlassen.

10.11.1938 Vater im Novemberpogrom in Bochum verhaftet, „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen

16.11.1938 beide Schwestern kehren danach nach Bochum zurück

16.12.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Sachsenhausen

4.1.1939 Bruder Walter mit Kindertransport über Bielefeld, Bentheim Amsterdam

27.5.1939 beide Eltern in Bochum bei Minderheiten-Volkszählung

4.4.1939 Emigration von Anne in die Niederlande mit Schwester Lilli

5.5.1939 nach Gorssel Jeugdherberg „De kleine Haar“

17.8.1939 Sicherungsanordnung für das Vermögen der Familie

Juli 1940 Zwangsarbeit des Vaters beim Bauunternehmer Wittich

20.12.1940 Verkauf des Hauses an das Ehepaar Paul und Hilde Kamp

Anne und Lilly Dreyfus auf der Liste der Deventer Vereniging

September 1941 in die Tolstraat 128, dort befand sich die Hechaluz-Zentrale /Beth Chaluz

Jan. 1942 Deportationsbefehl der Gestapo für die Eltern, sich am 23.1.1942 am Bahnhof Bochum einzufinden; haben sich der Gestapo-Aufforderung zum Riga Transport 27.1.1942 entzogen

28.4.1942 Eltern Deportation zur Turnhalle des Sportvereins „Eintracht“ nach Dortmund

30.4.1942 Eltern nach Zamosc deportiert mit Onkel Karl Dreyfus

Dritte Große Amsterdam Razzia – Erster großer Massentransport aus den Niederlanden

5.7.1942 erfolgen die ersten Aufrufe für die am 15.7.1942 angesetzte Massendeportation nach Auschwitz. Damals bestand beim Hechaluz noch die Auffassung man solle sich deportieren lassen, in der irrigen Annahme, es handele sich um Arbeitseinsätze im Osten.

15.7.1942 in der Dritten Großen Amsterdamer Razzia  werden viele Chaluzim verhaftet und nach Hooghalen deportiert; 7 Km zu Fuß ins Kamp Westerbork, Registrierung in der großen Halle und unmittelbar zu Fuß zurück nach Hooghalen

Erst ab November 1942 gab eine eigene Bahnlinie und Station im Kamp Westerbork; Juli-November mussten die Deportierten von und zur Station Hooghalen zu Fuß laufen.

15.7.-17.7.1942 erster großer Massentransport aus den Niederlanden ab Hooghalen nach Auschwitz

Da sich zu wenig Juden für die Transporte melden, finden weitere Razzien statt. Lore Sieskind schreibt:

2.9.1942 Verhaftung aller Chaluzim im Beth Chaluz in der Tolstraat 128 bis auf Lore Sieskind wegen Gelbsucht und Gideon Drach, der sich verstecken konnte.

3.9.1942 Alle nur registriert im Durchgangslager Westerbork

4.9.1942 Deportation nach Auschwitz

Gedenken

Page of testimony für Emil und Toni Dreyfus in Yad Vashem von Neffe Hans Löwenbach

Quellen

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

http://danielabraham.net/images/tree/related/hachshara/N5_Flensburg-blau_800.jpg

Ralph Piorr (Hrsg) Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg

nach Zamość im April 1942; Essen 2012

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de852835

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de853067

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

Questionnaires used for the search for relatives by Relico, the World Jewish Congress (WJC) Relief Committee in Geneva, completed by survivors in Shanghai, 1946 (The letter L)

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130280420/?p=1&s=Dreyfus%201918&doc_id=130280420

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Dreijfus%22%7D

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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