Katz Max

Max Katz

*20.5.1895 in Uttrichshausen; Tod nach dem 10.4.1945

Buchenwald – Häftlingsnummer 83159

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Meir Katz *30.10.1855 in Uttrichshausen; +1921

Mutter Jettchen Goldschmidt *27.1.1870 in Sterbfritz; +1928

Geschwister

Mathilde Katz * 9.1.1889 in Uttrichshausen

Simon Katz * 6.10.1891in Uttrichshausen

Johanna Katz *26.4.1896 in Uttrichshausen; oo Spier; + in Sobibor

Meta Katz *26.11.1898 in Uttrichshausen

Dora Katz *8.11.1899 in Uttrichshausen

Hedwig Katz *25.11.1901 in Uttrichshausen; oo Adler; +1939 in New York

Friedel Katz *2.2.1903 in Uttrichshausen; oo Max Hess (1901-1992) +1944 in Stutthof

Beruf Händler; Schlachter

Adressen Neuhof Kr. Fulda, Neustadt Haus Nr. 47

Heirat 18.5.1928 in Neuhof Jenny Levi *10.6.1907 in Ellers, Neuhof; Kontoristin; überlebt

Kinder

Martin Katz *5.10.1932 in Neustadt/ Neuhof; Riga; Stutthof; +12.9.1944 in Auschwitz

Dieter Reinhold Katz *10.5.1935 in Neustadt/ Neuhof; Tod in Riga (1943?)

Weiterer Lebensweg

1914-1918 Teilnehmer 1. WK, 118. Infanterie Regiment, 9. Kompanie

18.3.1916 als „leicht verwundet“ gemeldet; Schußwunde rechter Oberschenkel

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung

6.12.1941 Verbringung aus Neustadt in das Sammellager Turnhalle Schiller-Schule in Kassel

9.12.1941 Deportation mit Transport Da36 von Kassel nach Riga mit Ehefrau, beiden Kindern und Schwester Friedel Hess

12.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga,

80 Männer zwischen 18 und 40 werden für den Aufbau des KL Salaspils selektiert

Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

November 1943 Aufnahme KL Kaiserwald, Riga, Kasernierung im Außenlager

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga und seiner Außenlager

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6. – 8.8.1944 1. Großer Transport mit 6382 Juden auf der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

9.8.1944 Ankunft in Stutthof mit Sohn Martin

13.8.1944 Deportation mit dem Zug aus Stutthof nach Buchenwald

16.8.1944 Ankunft mit 1350 Männern aus Stutthof in Buchenwald

4 Wochen im Quarantänelager im KL Buchenwald, Unterbringung in Wehrmachtspferdeställen und Zelten im „Kleinen Lager“

10.9.1944 Sohn Martin von Stutthof nach Auschwitz

16.9.1944 Deportation in das Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; 18.9.1944 Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; 88 mm Panzergranaten-Produktion

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

5.-7.11.1944 Lagerhäftlinge als Bombensuchkommando

18.3.1945 wurden die beiden Bochumer Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das AL Bochumer Verein und das AL Eisen- und Hüttenwerke AG geräumt

18.3.1945 Auflösung des Außenlagers Brüllstraße, Rücktransport von 1361 Häftlingen nach Buchenwald

21. März 1945 Ankunft von 1326 Häftlingen im KL Buchenwald; Unterbringung im Wald in Zelten, dann Baracken im „Kleinen Lager“

10.4.1945 Evakuierung des KL Buchenwald in geschlossenen Güterwaggons nach Theresienstadt, Flossenbürg und Dachau

Tod von Max Katz nach dem 10.4.1945, vermutlich auf dem Todesmarsch

11.-20.8.1947 Jenni Katz auf Marinetransporter ERNIE PYLE von Bremen nach New York

Gedenken

https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2056/Flieden%20Friedhof%20204.jpg

Denkmal auf dem jüdischen Friedhof in Neuhof, Flieden

30.6.2005 Pages of Testimony für Max Katz von seinem Neffen Meir Sapir

4.12.1956 Page of Testimony für Friedel Katz von Cousine Martha Kohen

Jan. 1974 Page of Testimony für Friedel Katz von ihrer Tochter Ilse Judith Resnick

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Preußische Verlustlisten vom 18.3.1916 Seite 11677

Hessisches Personenstandsregister, 1849-1931

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de895630

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de894703

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de895618

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411209-9.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/6249558?s=83159&t=222836&p=1

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Katz&s_firstName=&s_place=Neuhof&s_dateOfBirth=&cluster=true

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7447); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2056/Flieden%20Friedhof%20204.jpg

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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