Czillag Jozsef

Jozsef Czillag

*1.11.1902 in Györ; +5.12.1944 in Bochum

Buchenwald – Häftlingsnummer 84008

Staatsangehörigkeit Ungar

Vater Paul Czillag

Mutter Luise Steiner

Geschwister

Beruf  Buchhalter

Adressen Györ, Obitz ut. 14

Aranka Csillag

Heirat 1921 in Wien Aranka Mayer *9.9.1900 in Duna Szerdahely, Slowakei; +11.6.1944 Auschwitz

Heirat 1921 in Wien Aranka Mayer

Sohn

Johann Paul Czillag 1927 in Wien; befreit am 11.4.1945 in Buchenwald;

Weiterer Lebensweg

1914-1918 als Trainsoldat in der k.u.k. Armee

1927 Rückkehr von Wien nach Györ

20.-25.4.1944 Einweisung ins Ghetto Györ

Mitte Mai Deportation aus dem Ghetto in ein größeres Ghetto/Lager außerhalb von Györ

11.6.1944 Deportation der großen Familie mit ca. 50 Personen ins KL Auschwitz, Josef , sein Sohn und sein Bruder Istvan werden ins Lager übernommen, alle anderen ins Gas geschickt

20.8.1944 Transport mit Sohn Johann und 270 Ungarn von Auschwitz ins KL Buchenwald

21.8.1944 Ankunft im Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; Zwangsarbeit in der Panzergranaten-Produktion

31.10.1944 von der Lagerverwaltung Buchenwald erst zu diesem Datum erfasst

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

5.-7.11.1944 Lagerhäftlinge als Bombensuchkommando

5.12.1944 Tod im Außenlager Brüllstraße Bochumer Verein

Diagnose der Werksärzte des Bochumer Verein: Herzmuskelschwäche bei Bronchopneumonie

Ab 5.12.1944 erfolgten die Beisetzungen auf dem jüdischen Friedhof Bochum, Wasserstraße

Gedenken

Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Bochum, Wasserstraße; Gräberfeld V, F27, 9/44

19.4.2000 Pages of Testimony für seine Eltern von John Czillag

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/5704451?s=Czillag%2084008&t=222836&p=1

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Czillag&s_firstName=&s_place=Gyoer&s_dateOfBirth=&cluster=true

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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