Neustädter Käte

Käte Kathi Neustädter geb. Weinstein

*6.8.1888 in Zirndorf; ✡ in Riga

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Vater Jakob Weinstein

Mutter Adelheid Walz

Geschwister

Sophie Weinstein *1.6.1881 in Zirndorf; ✡16.3.1941 in München; oo Justin Steinberger

Siegfried Weinstein *2.10.1885 in Zirndorf; ✡Oktober 1943 in Riga; oo Lina Liebenstein

Josef Weinstein *17.5.1893 in Zirndorf; ✡ in Riga; oo Hilda Neuhöfer

Beruf

Adressen Zirndorf; Neumarkt Oberpfalz; Nürnberg

Heirat Jakob Neustädter *27.10.1883 in Sulzbürg Oberpfalz;

Kinder

Kurt Elieser Weinstein *4.4.1913 in Neumarkt;

CharlotteWeinstein *15.9.1922 in Neumarkt; oo Fritz Archenhold *7.10.1915

Weiterer Lebensweg

Ehepaar Lina und Jakob Gönninger als Lehrer, Kantor und Schochet bis 1938 in Zirndorf

Vorsteher der Repräsentanz waren Julius Meinstein, Ferdinand Meinstein und Siegfried Weinstein

10.11.1938 verhaftet im Novemberpogrom,

10.11.1938 „Schutzhaft“ in Buchenwald; Häftlingsnummer

1938 entlassen aus Buchenwald

20.1.1939 Passaussstellung für Tochter Lotte in Neumarkt

27.2.1939 Ankunft von Tochter Lotte in Tel Aviv mit Studentenzertifikat B(III)

17.5.1939 mit Ehemann Jakob in Neumarkt bei Minderheiten-Volkszählung

27.11.1942 Verhaftung von 89 Juden in Fürth; die Zahl der aus Fürth Deportierten wird je nach Publikation unterschiedlich mit 84 bis 95 angegeben: Vermutlich ist Lina Gönninger als Nachrückerin auf den Transport gekommen und deshalb nicht erfasst.

27.11.1942 Verbringung in fünf größere Baracken des Kriegsgefangenenlagers Ecke Breslauer-/Zollhausstraße in Nürnberg- Langwasser, nahe des Reichsparteitagsgeländes;

29.11.1942 Verbringung zum Nürnberger Bahnhof Märzfeld

29.11.1941Transport mit dem Zug „Da 32“ von Nürnberg nach Skirotawa, Riga

2.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Lager Jungfernhof

Verzeichnis der Personen, die am Montag, dem 10.8.42 im Gewerbebetrieb eingestellt sind

10.8.1942 Käthe Neustädter Nr. 18 auf der Liste der im Gewerbebetrieb im Ghetto Riga Beschäftigten

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung; Kommandant des KL Kaiserwald Sturmbannführer Albert Sauer

3. November 1943 Auflösung des Ghetto Riga;

Außenkasernierung Strasdenhof des KL Kaiserwald in Riga

Geht vermutlich mit der gesamten Näherei aus dem „Gewerbebetrieb“ unter Umgehung des KL Kaiserwald direkt in die Außenkasernierung in Riga Strasdenhof in der Widzemer Chaussee von der AEG, bestehend bereits ab dem 1. August 1943, ab dem 1. Juni 1944 dann auch in der dortigen Anodenwerkstatt zur Aufbereitung von Batterien. Einer der zwei Lagerältesten im Strasdenhof war Ludwig Miltenberg

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli 1944 Selektion in Riga- Strasdenhof aller über 30-Jährigen vor Liquidierung des KL Kaiserwald. 300 Männer und Frauen über 30 zunächst in einem ausgeräumten Saal der Kabelfabrik gesammelt, dann auf LKW verladen und vermutlich im Juli 1944 im Wald von Rumbula ermordet. Strasdenhof war das einzige Außenlager des KL Kaiserwald, in dem alle über 30-Jährigen ermordet wurden.

Tod in Riga

Gedenken

23.6.1969 Page of Testimony von Sohn Kurt Neustädter

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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