Berger Albert

Albert Berger

*3.5.1919 in Bonn; ✡ 21.2.1944 in Auschwitz Monowitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Salomon Berger *6.6.1886 in Niederzissen; ✡1932 in Siegburg

Heirat der Eltern 29.2.1912 in Niederzissen

Mutter Elisabeth geb. Berger *14.3.1885; ✡ 24.7.1942 in Blagowtschina

Geschwister

Adolf Adi Berger *18.9.1913 in Niederzissen; ✡1.1.1974 Israel; oo Margot Cernik

Hermann Chaim Leopold Berger *5.1.1918 in Niederzissen; ✡1.1.1962; oo Anne Oppenheimer

Beruf Landwirtschaftlicher Arbeiter

Adressen Bonn; Siegburg; Flensburg; Bielefeld; Almelo; Weerselo; Deventer; Boekelo

Heirat ledig

Kinder –

Weiterer Lebensweg

1932 Tod des Vaters Salomon

Hachschara und Alija der Brüder Berger

Von links Lagerleiter Alexander Wolff, Erna Weinert, Frau Käte Wolff, Hermann Berger, Gerhard Cheim, Adi Sporn, Josef Lustig; Jägerslust, Flensburg. 1936-1937.Foto Richard Hausmann, Eric S. Hausmann

1936-37 Bruder Hermann zur Hachschara in das Gut Jägerslust bei Flensburg

2.8.1937 Einreise von Bruder Adi mit Hechaluz Arbeiterzertifikat C/LS in Haifa sowie Margot als seine Ehefrau mit Zertifikat C (two);

das Paar hatte sich vermutlich auf einer Hachschara bei Breslau kennengelernt

28.2.1938 Ankunft des Bruders Hermann nach Palästina

7.6.1938 Albert Berger zur Hachschara in das Gut Jägerslust bei Flensburg

Novemberpogrom auf Gut Jägerslust

10.11.1938 „Jägerslust“ von einem Mob unter Führung des Flensburger Polizeipräsidenten SS-Standartenführer Hinrich Möller überfallen, Albert Berger verhaftet; er wird mit 10 weiteren Chaluzim im Polizeigefängnis von Kiel eingesperrt. Die Frauen kommen ins Gerichtsgefängnis in Flensburg im Südergraben und werden nach einem Tag entlassen, die Männer in „Schutzhaft“ in das KL Sachsenhausen

28.12.1938 Entlassung aus dem KL Sachsenhausen mit der Auflage, Deutschland zu verlassen

12.1.1939 Flucht in die Niederlande; von Bielefeld kommend zum Flugplatz Teuge bei Apeldoorn, dann nach Deventer, wo er sich der „Deventer-Vereniging tot vakopleiding“, Leiter Ru Cohen anschließt

Mitte November Wechsel nach Deventer in das „Beth Chaloets De Korenbloem“, einem früheren Cafe, der Zentrale der Zionisten in Deventer in der Papenstraat 45

1940 Dach des „Beth Chaloets“, Haus der zionistischen „Deventer Vereniging“ in der Papenstraat 45
1.Reihe Albert Berger, Ernst Cosmann, Harald Simon, Heinz Feldmann, Lilli Dreyfus aus Bochum
2.Reihe Leni Rosen, Herbert Levy, ? , Bubie Pinkus, hinter ihm Hedwig Gotthelf-Strauss
3.Reihe ?, Schraga Engel, Schmuel Rotschild, ?? Werner Bendorf, Norbert Klein
4.Reihe Heinz Meierstein, Werner Hirschfeld, Isak Leuvenberg; Max Windmüller rechts , halbverdeckt

Wechsel nach Assen

10.5.1940 Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande

September 1941 angemeldet in Boekelo Veldbeekweg 5

Foto von Rudolf-Werner Breslauer, Serie von ca 80 orthodoxen Chaluzim, vermutlich zur Erstellung von gefälschten Papieren, um untertauchen zu können; Sammlung Ghetto House Fighter

5.10.1942 Internierung von Albert Berger im Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork

14.10.1943 Deportation von Albert mit einem Auschwitztransport aus Westerbork

16.2.1943 Albert Berger an der Rampe zur Zwangsarbeit für BUNA-Monowitz selektiert

21.2.1944 Tod in Auschwitz Monowitz

Massenerschießung in Blagowtschina

23.6.1941-19.7.1942 Mutter Elisabeth zwangsinterniert im Lager Much

19.7.1941 Verbringung der Lagerinsassen nach Köln-Deutz, Westhalle der Messehalle,

20.7.1942 Mutter Elisabeth Berger auf dem Transport DA 219 von Köln nach Minsk

24.7.1942 Massenerschießung des gesamten Transportes im Wald von Blagowtschina

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de840426

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de840490

https://www.joodsmonument.nl/nl/page/137651/albert-berger

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420720_50.jpg

https://yvng.yadvashem.org/ad

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://www.joodsmonument.nl/en/page/137623/haimer-s-esch

https://infocenters.co.il/gfh/list.asp

http://sjoel-enschede.nl/s/b/hachsjara.asp

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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