Rubel Johanna

Johanna Hannerl Rubel

*8.10.1922 in Wien; ✡29.4.1998 in Haifa

Staatsangehörigkeit Österreich, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Leiser Rubel *3.6.1886 in Kopecynce; ✡ in KL Kielce

Mutter Ella Fuchs *4.10.1894 in Iritz; ✡1

Geschwister keine

Cousine Metta Lande * 13.10.1924 in Wien; ✡ 23.4.2017 in Ramat Gan

Beruf Landwirtschaftliche Praktikantin; Näherin

Adressen Wien, Koppstraße 34; Arnheim, Amsterdamsche Weg 1-3

Heirat  

1952 mit Karl Anton Glesinger *25.2.1918 in Colloredow; ✡ 25.11.1953 in Haifa

Fritz Michael Lindner *15.11.1910 in Nürnberg; ✡1985 in Haifa an Krebs

Kinder zwei

Doron Lindner

Weiterer Lebensweg

Joahnna Rubel Schülerin des Realgymnasiums in Wien

7.10.1935 Alija der Familie von Karl Glesinger, Ankunft in Haifa auf der SS Jerusalem

„Anschluss“ Österreichs

Nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch der Wehrmacht erfolgte am 13. März 1938 der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich

11.5.1938 Vater Leiser stellt Antrag auf Unterstützung zur Emigration der Familie bei der israelitischen Gemeinde Wien

Telegramm von Vater Leiser an Schwägerin Hinde Kohn in New York

Kindertransport

10.12.1938 Hanna Rubel, Metta Lande und Lilli Kettner mit Kindertransport von Wien nach Den Haag/Wassenaar

11-Dec-1938 Quarantäne in Den Haag, Copernicusstraat 159

10.1.1939 Huize Overvoorde, van Vredenburchweg 174, Rijswijk

13.2.1939 Vondelhof, Jugendalijazentrum, Frederiksstraat 18a, Amsterdam

1.3.1939 Huize Overvoorde, van Vredenburchweg 174, Rijswijk

13.9.1939 Huis ten Vijver, Dwarsweg 3, Scheveningen

31.5.1940 Den Haag, Theresiastr 108, with Snoek

14.10.1940 Jongenshuis, Amsterdamscheweg 1-3, Arnhem

Hanna Rubel soll zur Hachschara in den Zentren des Dath Waäretz in Franeker und Beverwijk gewesen sein

Hanna Rubel (2. v.l.) zu Besuch im Versteck der Cousine Metta Lande bei der christlichen Bauernfamilie von Nel Doets (rechts)

1942 zu Besuch bei der untergetauchten Cousine Metta Lande

Große Razzia in Arnheim

10. 12.1942 Große Razzia, die alten und kranken Bewohner des „Beth Miklot Lezikno“, Altenheim in Arnheim am Markt 5

11.12.1942 Große Razzia, das „Jongenshuis“ zuvor ein Rotterdamer Kinderheim, jetzt Pflegeeinrichtung für gebrechliche Juden; hier waren auch viele deutsche Flüchtlinge untergebracht, die in das Kamp Westerbork verbracht werden.

Hanna Rubel ist zu diesem Zeitpunkt bereits untergetaucht

1.2.1943 Schärfere Kontrollen durch den Arnheimer Polizeichef angeordnet.

Hanna Rubel wird gefasst und verhaftet.

Kamp Westerbork

4.3.1943 Johanna Rubel eingewiesen als Strafgefangene „Onderduiker“ in das polizeiliche Durchgangslager Westerbork; eingesperrt in die zusätzlich bewachte Strafbaracke 65

Enge Freundin von Lilly Kettner in Westerbork

Sternlager Bergen-Belsen

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

15-16.3.1944 Johanna Rubel auf dem 5. Transport mit 210 „Austauschjuden“ aus Westerbork nach Bergen Belsen

Der Verlorene Zug

10.4.1945 Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

23.4.1945 Irrfahrt des verlorenen Zuges endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz

Befreiung durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee, General Tschukow

Juli 1945 Johanna Rubel vermutlich im Rückkehrer-Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals

14.8.1945 zurückgemeldet in den Niederlanden

Deportation Wien -Kielce

19.2.1941 Beide Eltern auf dem Transport von Wien nach Kielce

Alija beth nach Palästina

4.9.1945 Abfahrt der SS MATAROA aus Marseille mit 1200 Überlebenden aus Bergen-Belsen und Buchenwald

8.9.1945 Ankunft von Hanna Rubel in Haifa auf der SS MATAROA

14.3.1946 in Bnei Brak, Palästina

ID Card 22.4.1947 Tel Aviv; Sammlung Doron Lindner

29.4.1998 Tod bei Autounfall in Haifa

Gedenken

Quellen

Charles Hess, Personal Memoir of Charles Hess, 1946

Geschwister Birnbaum, Die Erinnerungen, wie Pappi sie geschrieben hat, Bergen-Belsen Archiv

Coos Wever, The lost train; Masterarbeit, Universität Haifa, 2020

Hannah van den Ende, Vergeet niet, dat je arts bent, Joodse artsen in Nederland 1940-1945; 2015 https://cris.maastrichtuniversity.nl/ws/portalfiles/portal/1098903/guid-0218a2d1-a36b-4c88-8e3e-e77b4e1b06be-ASSET1.0.pdf

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130366300

Johanna Rubel (born 8 October 1922)

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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2 Kommentare

  1. Thank you very much for sending this link about my mother. It has details about the time in the Netherlands which I did not know.

    1. Dear Doron
      Shalom
      thank you for your quick an dfreindly answer.
      If you have additional informations, I would like to know, which alijah beth ship she sailed with to palestine.

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