
Max Schimschon Bischburg
*9.10.1925 in Sensburg; ✡ 1
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Leopold Bischburg *31.10.1880 in Johannesburg; ✡?
Mutter Lea Schmidt *3.12.1875 (?) in Schwalbenthal (Jodlauken) / Insterburg / Ostpreußen; ✡?
Onkel Max Bischburg *2.10.1882 in Johannesburg; ✡ 1942 Raasiku
Geschwister unbekannt
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Königsberg, Linzstraße 7-10; Berlin, Bartelstraße 8a II
Heirat –
Kinder–
Weiterer Lebensweg
17.5.1939 beide Eltern in Berlin, Bartelstraße 8 a bei der Minderheitenzählung
Flucht in die Niederlande
28.11.1938 Flucht in die Niederlande, Quarantine Amsterdam, Zeeburgerdijk 321
9.1.1939 Dommelhuis, Jonckbloetlaan 13, Eindhoven
6.2.1939 Kinderalija Heim Vondelhof, Frederiksstraat 18a, Amsterdam
Jeugdalijah
Im Jahre 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam die Hachschara Zentren in Mijnsheerenland und „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte.
Mijnsheerenland
Ab 1939 bestand parallel der Jugendalija Hof van Moerkerken in Mijnsheerenland für unter 15-Jährige.
7.8.1939 Max Bischburg kommt auf den Hof in Mijnsheerenland

Max Bischburg stehend, 6. von links mit Brille, im Hintergrund
Wegen des Räumungsbefehls für alle Juden in den Küstenregionen musste Mijnsheerenland am 16.10.1940 geschlossen und 25 Chaluzim in Loosdrecht untergebracht werden.
Het Paviljoen Loosdrechtse Rade
Nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 10. Mai 1940 wurde die Bewohner kurzfristig nach Alkmaar evakuiert. 99 Bewohner fanden hier Zuflucht.
9.10.1940 Max Bischburg in das Heim der Jugendalijah in Loosdrecht, „het Paviljoen“


Onderduiker
7.7.1942 Aufforderung an die Amsterdamer Juden, sich freiwillig zum „Arbeitseinsatz“ zu melden.
14./15.7.1942 Razzia in Amsterdam; Registrierung in Westerbork und Deportation nach Auschwitz
15.7.-15.8.1942 von den Madrichim Schuschu Simon und Menachem Pinkhof werden Verstecke für alle Jugendlichen gesucht.
12.8.1942 Erica Blüth erfährt beim Joodse Raad und übermittelt mit Codewort per Telefon, dass auch die Chaluzim aus Loosdrecht ins Kamp Westerbork gebracht werden sollen. Die Madrichim Menachem Pinkhof und Schuschu Simon sowie Miriam Waterman beschließen, die 30 Jugendlichen mit Hilfe des Netzwerks von Joop Westerweel in Verstecken untertauchen zu lassen.
13.8.1942 Ankündigung von Pinkhof und Simon, dass alle Chaluzim im Verstecke gebracht werden. Die ersten werden noch am selben Abend weggebracht.
Von den 49 „onderduiker“ aus Loosdrecht (Chawe/rim/roth und Madrichim) konnten 34 gerettet werden!
Max Bischburg überlebt im Versteck.
Alija nach Palästina
Gedenken
–
Quellen
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
Max Bischburg (born 9 October 1925)
https://infocenters.co.il/gfh/list.asp
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130260236
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947