Frank Günther

Günther Egon Abraham Frank

*17.12.1924 in Berlin; ✡ 30.9.1924 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Hans Chaim Frank *26.5.1894 in Quedlinburg; ✡ 23.7.1943 Sobibor

Heirat der Eltern 13.3.1920 in Berlin

Scheidung der Eltern 25.3.1938 in Berlin

Mutter Olga Tauber *25.10.1898 in Deutschkreutz; ✡ 1.8.1978

Großeltern Simon und Adele Frank

Tante Ruth Frank

Geschwister

Edgar Harry Frank *10.9.1922 in Berlin; ✡19.7.1984 in Los Angeles; oo Lorle Bing (1927-2010)

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Berlin, Kaiserdamm

Heirat  ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

30.11.1937 Flucht von Vater Hans von Berlin nach Amsterdam

25.1.1938 Bruder Edgar von Berlin nach Amsterdam

11.5.1938 Emigration von Günther Frank aus Genf in die Niederlande

5.7.1938 Umzug von Vater Hans mit seinen Söhnen Günther und Edgar in den Stadionweg 57

6.9.1939 Umzug von Vater Hans mit seinen Söhnen Günther und Edgar in die Raphaelstraße 8

3.7.1939 Ankunft von Bruder Edgar mit Studentenzertifikat der Kategorie B(III) in Tel Aviv

8.11.1939 Bruder Edgar in Mischmaroth, Palästina

Jeugdalijah

Im Jahre 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam die Hachschara Zentren in Mijnsheerenland und „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte. Ab 1939 bestand parallel der Jugendalija Hof van Moerkerken in Mijnsheerenland für unter 15-Jährige.

Het Paviljoen Loosdrechtse Rade

Nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 10. Mai 1940 wurde die Bewohner kurzfristig nach Alkmaar evakuiert. 99 Bewohner fanden hier Zuflucht.

Wegen des Räumungsbefehls für alle Juden in den Küstenregionen musste Mijnsheerenland am 16.10.1940 geschlossen und 25 Chaluzim in Loosdrecht untergebracht werden

1.4.1940 Günther Frank kommt in das Heim der Jugendalijah in Loosdrecht, „het Paviljoen“

18.3.1942 Rückkehr zum Vater nach Amsterdam

Dritte Große Amsterdamer Razzia

7.7.1942 Aufforderung an die Amsterdamer Juden, sich freiwillig zum „Arbeitseinsatz“ zu melden.

15.7.1942 Günther Frank in der Dritten Großen Amsterdamer Razzia verhaftet; es werden auch die Chaluzim des Jeugdhuis in der Franschelaan 13 verhaftet und nach Hooghalen deportiert; u.a.:

Gert Herz, Günter Levy, Hans Stern, Harald Rosenbach, Horst Levi, Gerhard Hirsch, Erwin Eichengrün,

 7 Km zu Fuß ins Kamp Westerbork, Registrierung in der großen Halle und unmittelbar zu Fuß zurück nach Hooghalen

Erst ab November 1942 gab eine eigene Bahnlinie und Station im Kamp Westerbork; Juli-November mussten die Deportierten von und zur Station Hooghalen zu Fuß laufen.

15.7.-17.7.1942 Erster großer Massentransport aus den Niederlanden ab Hooghalen nach Auschwitz

30.9.1924 Tod von Günther Frank in Auschwitz

Gedenken

Monument in Vijfhuizen (Zwischen Haarlem und Amsterdam)

Page of Testimony für Günther und Vater Hans von Tante Ruth Frank, New York

Quellen

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1012826

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130286849

https://www.4en5mei.nl/oorlogsmonumenten/zoeken/736/vijfhuizen-joods-monument

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Frank%20G%C3%BCnther%201924%22%7D

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My