Holländer Hermann

Hermann Hersch Hirsch Harry Holländer

*3.9.1920 in Chemnitz; ✡ Mai 1982 USA

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Jona Holländer (Großbauch) *5.3.1881 in Kamionka; ✡ vor 1945 in Polen

Mutter Erna Estera Kessler-Weise *27.8.1879 in Bolechow ; ✡ vor 1945 in Polen

Geschwister

Gitel Holländer *16.8.1909 in Bolechow; ✡ vor 1945 in Polen; oo Schleien

Nichte Feige Schleien *7.10.1938 in Chemnitz

Beruf Bäcker

Adressen Chemnitz, Dresdener Straße 8; Dragebruch

Heirat 30.12.1939 in Deblin mit Saba Ledermann *8.12.1920 in Dęblin

Kinder eins

Jakob Holländer *20.12.1941 in Deblin

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Dragebruch

Hersch Holländer zur Hachschara ins Umschulungslager in Dragebruch in Pommern

Frühe Hachschara-Lager in Pommern befanden sich ab 1933/1934 in Dragebruch und Altkarbe im ehemals brandenburgischen Kreis Friedeberg/Neumark und in Freienstein in der Gemeinde Blankensee in Vorpommern.

Jüdische Rundschau vom 8. Mai 1934 (KKL- Kultur-Kunst-Literatur)

Polenaktion

28.10.1938 Ausweisung und Deportation der polnischstämmigen Juden nach Zbaszyn; so auch der Vater Jona

17.5.1939 Hermann und seine Mutter Estera in Chemnitz, Dresdener Straße 8 bei der Minderheitenzählung

1939 Hersch Holländer nach Mai 1939 nach Polen.

September 1939 Hersch Holländer in Stanislau

1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen

Oktober 1939 Auflösung von Zbaszyn; die Internierten werden in ihre Heimatorte verwiesen oder nach Krakau und Warschau.

Sommer 1940 Vater Jona in Krakau

Um die Jahreswende 1940/41 in Ghetto Deblin;

Heirat mit Saba Ledermann  

1942-1944 Zwangsarbeit im Ghetto Dęblin

1944-1945 HASAG-Lager Tschenstochau

23.1.1945 Registrierung im Kleinen Lager im KL Buchenwald; Unterbringung im Zeltlager

DP Center 7 Camp Deggendorf

13.10.1947 -12.7.1949 mit Ehefrau und Sohn als Mieter in Markt Geiselhöring, Marktplatz 13

Auswanderelager Amberg

17.-29.7.1949 Emigration mit Ehefrau und Sohn auf der USS LANGFIT  von Bremen nach New York

Chemnitz -Belzec

10.5.1942 Deportation der Mutter und Schwester mit Tochter Feige ab Chemnitz auf dem Transport Erfurt – Weimar – Leipzig – Chemnitz in das Ghetto Belzec

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/70534434

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/81646876

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/72609429

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5284368

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_mid_420510.html

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Hubertus Fischer, Hachschara in der Neumark: Altkarbe, Dragebruch und Heinersdorf. Drei kaum bekannte jüdische landwirtschaftliche Ausbildungsstätten in den ersten Jahren der NS-Diktatur

https://www.pommerscher-greif.de/tag/hachschara

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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