Regina Schottig
*30.5.1920 in Regenburg; ✡ ?
Staatsangehörigkeit Slowakisch
Religion jüdisch
Vater Max Schottig *6.7.1877 in Stupava; ✡ ?

Mischehe der Eltern, nicht privilegiert
Mutter Frieda Schottig *15.7.1886 in Wunsiedel; ✡ Überlebende
Geschwister

Moritz Schottig *26.5.1919 in Regensburg; ✡ Überlebender
Beruf –
Adressen Regensburg, Schäffnerstraße 2
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Hachschara in Dragebruch
Regina Schottig zur Hachschara ins Umschulungslager in Dragebruch in Pommern
Frühe Hachschara-Lager in Pommern befanden sich ab 1933/1934 in Dragebruch und Altkarbe im ehemals brandenburgischen Kreis Friedeberg/Neumark und in Freienstein in der Gemeinde Blankensee in Vorpommern.

Bruder Moritz in Mannheim
18.10.1936 Eröffnung der Mannheimer Jeschiwa „Ketana“, angegliedert an die Lehr- und Lerneinrichtungen der Klausstiftung (Lemle Moses Klaus-Stiftung seit 1708)
Wie die Dragebrucher Chaluzim Arno Bratt, Simon Kollender und Berthold Klinger ist Moritz Schottig auch zeitweilig in Mannheim gemeldet, vermutlich in der Anlernwerkstätte oder der Jeschiwa in Mannheim
Der Israelit schreibt dazu am 8. Juli 1937
„In den Rahmen der Jugenderziehung und -bildung gehört die gemeindeeigene 9. Klasse in Mannheim, die dort befindliche Anlernwerkstätte für Schreinerei und Schlosserei, und nun wohl auch bald die landwirtschaftliche Ausbildungsstätte in Sennfeld (bei Mosbach), die in diesen Tagen bezogen wird. Dass für uns die Mannheimer Jeschiwa nicht eine Einrichtung am Rande, sondern im Zentrum alles Jugendbildens steht, versteht sich von selbst.“
Novemberpogrom

10.11.1938 Vater Max Schottig verhaftet im Novemberpogrom, „Schutzhaft“ im KL Dachau, Häftlingsnummer 20196
15.11.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Sachsenhausen mit der Auflage, Deutschland zu verlassen
Keine weiteren Daten für Regina Schottig

2.8.1937 Ankunft von Bruder Moritz auf der SS PALÄSTINA in Haifa
14.12.1939 Eintritt von Bruder Moritz in die Royal Army
26.1.1945 Einbürgerung des Bruders Moritz in Palästina als Sergeant der Royal Army
7.5.1945 Tod des Vaters in Berlin; Beisetzung auf demJüdischen Friedhof Weißensee, Berlin
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/130429412
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten
Hubertus Fischer, Hachschara in der Neumark: Altkarbe, Dragebruch und Heinersdorf. Drei kaum bekannte jüdische landwirtschaftliche Ausbildungsstätten in den ersten Jahren der NS-Diktatur
https://www.pommerscher-greif.de/tag/hachschara
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316