
Arno Aron Bratt
*3.3.1920 in Berlin; ✡ ? Israel
Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos, Israel
Religion jüdisch

Vater Samuel Joseph Bratt *28.8.1894 in Przemysl; ✡ 1942 in Auschwitz

Mutter Breindla Moschkowitz *9.6.1898 in Berlin; ✡ 1942 in Auschwitz
Onkel Zwilling Simon Eisig Bratt *28.8.1894 in Przemysl; ✡ USA
Geschwister

Ruth Bratt *6.7.1921 in Berlin; ✡ ?

Cousin Norbert Bratt *17.10.1922; ✡1944 in Auschwitz
Beruf –
Adressen Berlin, Schlütertsraße 18; Dragebruch; Mannheim
Heirat
Kinder
Weiterer Lebensweg
16.4.1935 Passausstellung für Arno Bratt in Berlin
Hachschara in Dragebruch
Arno Bratt zur Hachschara ins Umschulungslager in Dragebruch in Pommern
Frühe Hachschara-Lager in Pommern befanden sich ab 1933/1934 in Dragebruch und Altkarbe im ehemals brandenburgischen Kreis Friedeberg/Neumark und in Freienstein in der Gemeinde Blankensee in Vorpommern.

Wie die Dragebrucher Chaluzim Simon Kollender und Berthold Klinger ist er auch zeitweilig in Mannheim gemeldet, vermutlich in der Anlernwerkstätte oder der Jeschiwa in Mannheim

Der Israelit schreibt dazu am 8. Juli 1937
„In den Rahmen der Jugenderziehung und -bildung gehört die gemeindeeigene 9. Klasse in Mannheim, die dort befindliche Anlernwerkstätte für Schreinerei und Schlosserei, und nun wohl auch bald die landwirtschaftliche Ausbildungsstätte in Sennfeld (bei Mosbach), die in diesen Tagen bezogen wird. Dass für uns die Mannheimer Jeschiwa nicht eine Einrichtung am Rande, sondern im Zentrum alles Jugendbildens steht, versteht sich von selbst.“

13.12.1937 Einreise von Arno Bratt auf der SS JERUSALEM in Haifa mit Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)
23.5.1940 Einbürgerung in Palästina
Brüssel -Pithiviers – Drancy – Auschwitz
1939 Emigration der Schwester Ruth nach Belgien
9.5.1940 Emigration der Eltern nach Belgien
10.5.1940 Einmarsch der Wehrmacht in Belgien
1942 sind die Eltern noch in Antwerpen wohnhaft
Abschiebung nach Südfrankreich
Pithiviers
18.6.1942 Transport Drancy nach Auschwitz
Gedenken
25.9.1955 Pages of Testimony für die Eltern und Schwester Ruth von Aron Bratt
Quellen
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Hubertus Fischer, Hachschara in der Neumark: Altkarbe, Dragebruch und Heinersdorf. Drei kaum bekannte jüdische landwirtschaftliche Ausbildungsstätten in den ersten Jahren der NS-Diktatur
https://www.pommerscher-greif.de/tag/hachschara
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316