Ziekenoppasser Rudolf

Rudolf Ludwig Ziekenoppasser

*15.5.1909 in Berlin ; ✡23.7.1943 Sobibor

Religion jüdisch

Vater Hartog Ziekenoppasser *13.2.1877 in Amsterdam; ✡?

Heirat der Eltern am 1.7.1906 in Berlin

Mutter Gertrud Rosenberg *15.5.1883 in Friedberg; ✡23.3.1974 in Amsterdam

Geschwister

Felix Ludwig Ziekenoppasser *8.6.1907 in Amsterdam; ✡ 13.5.1908 in Amsterdam

Max Ziekenoppasser *12.6.1911 in Berlin; 7.7.1974 in Naarden; Margarete de Jong

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär; Fotograf; Produzent von Lampenschirmen

Adressen  Berlin; Lippstadt; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat 17.1.1937 in Amsterdam Bella Liesel Jacob *20.11.1912 in Kirchhain, Gießen; ✡23.7.1943 Sobibor

Kind

Helen Ziekenoppasser *1.12.1939 in Amsterdam; ✡10.1.2008 in Amsterdam; oo Fred Lion (1931-2019)

Weiterer Lebensweg

9.6.1936 Rudolf Ziekenopasser angemeldet zur Hachschara ins Werkdorp Wieringen

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage.

10.10.1936 Rudolf Z. vom Werkdorp kommend in Amsterdam gemeldet

17.1.1937 Heirat in Amsterdam mit Bella Liesel Jacob

20.6.1943 Rudolf und Bella Ziekenoppasser aus Amsterdam eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

20.7.1943 Rudolf und Bella Ziekenoppasser auf dem Transport von Westerbork nach Sobibor

Gedenken

Quellen

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1185772

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130405157

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Ziekenoppasser%20Rudolf%22%7D

https://yvng.yadvashem.org/ad

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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