Kurt David Holzheim
*2.9.1896 in Deutsch-Krone; ✡ März 1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Holzheim; ✡?
Mutter Emilie Alma Kaufmann *2.9.1896 in Deutsch Krone; ✡11.7.1939 in Berlin
Geschwister
Charlotte Holzheim *6.7.1894 in Deutsch Krone; ✡ März 1943 Auschwitz; oo Hugo Sieburth (1889-1943)
Nichte Hanna Holzheim *21.6.1913 in Gülzow; ✡21.5.1943 in Sobibor
Beruf Landwirt
Adressen Deutsch Krone; Berlin; Eberswalde

Heirat Anna Fürst *25.8.1903 in Virchow; ✡März 1943 Auschwitz
Kinder
Heinz Philipp Holzheim *17.3.1926
Weiterer Lebensweg

11.12.1918 Kurt Holzheim in den Preußischen Verlustlisten leicht verwundet gemeldet als Vizefeldwebel der 4. Kompagnie, Leib-Grenadier-Regiment Nr. 8
April 1932 Einschulung von Sohn Heinz in Virchow
Novemberpogrom
10.11.1938 Verhaftung von Kurt Holzheim; Einweisung in das KL Sachsenhausen

17.12.1938 Entlassung von Kurt Holzheim aus dem KL Sachsenhausen

13.1.1939 Zuzug der Familie von Virchow nach Berlin
Minderheitenzählung vom 17.5.1939
Heinz Holzheim und Großmutter Emilie in Berlin Charlottenburg, Weimarer Straße 18 bei Familie Charlotte und Hugo Sieburth
Kurt David und Anna Holzheim in Eberswalde, Eisenspalterei, Werkswohnung, Lichterfelder Str. 4
Hachschara Polenzwerder
Frühjahr 1939 Kurt David und Anna Holzheim in das jüdische Lehrgut Polenzwerder bei Eberswalde in Brandenburg.
Das jüdische Lehrgut Polenzwerder wurde 1937 von der Jugendorganisation Jüdisch-nationale Jugend Herzlia (Betar) in Trägerschaft der Staatszionistischen Organisation (Revisionisten) in einer alten Ziegelei eingerichtet. Im Sommer 1938 wurdeder BETAR zwangsaufgelöst. Nach dem das Lager im Novemberpogrom überfallen worden war, übernahm die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD das Lehrgut, in dem bis zu 45 Jugendliche in Landwirtschaft und Gärtnerei auf der Alija nach Palästina vorbereitet wurden
Leiter des Gutes Polenzwerder
Bis 1937 Max Meyer, Sohn des Besitzers Gustav Meier
Ab 1937 David Kirschenbaum, Siegfried Peckel, als Inspektor Hermann Nördlinger
Ab Sommer 1939 Kurt und Anna Holzheim
1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen
Osttransport Berlin – Auschwitz

1.3.1943 Kurt David und Anna Holzheim mit Sohn Heinz und Schwiegermutter Bertha Fürst sowie Nichte Evelyn Sieburth,


insgesamt 10 Personen aus den Werkswohnungen der Eisenspalterei in Eberswalde auf dem 31. Osttransport von Berlin nach Auschwitz
2.3.1943 Schwester Charlotte und Hugo Sieburth auf dem 32. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

14.10.1943 Neffe Joachim Sieburth auf dem 44. Osttransport von Berlin nach Auschwitz
Gedenken
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Quellen
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1076384
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1076708
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1147663
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT44-3.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11237160
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212444
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212445
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History; Link:
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4094019