Sally Günter Gumprich
*6.1.1925 in Calcum, Düsseldorf ; ✡ 8.11.1944 in Winnipeg, Kanada
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Hermann Gumprich *21.12.1883 in Borghorst; ✡ 22.11.1968
Mutter Martha Hertz *8.8.1892 in Kaiserswerth (Düsseldorf); ✡ 26.4.1982 in Winnipeg
Großvater Zalman Hartog Gumprich *1.8.1852 in Borghorst; 4.11.1938 in Borghorst
Großmutter Sophie Elias *10.5.1951 in Lüdinghausen; 6.12.1887 in Münster
Der Vater hatte 7 Geschwister und 6 Halbgeschwister
Onkel Max Gumprich *8.7.1891 in Münster; kriegsgefallen 18.9.1916 bei Verdun
Tante Friederike Gumprich *23.10.1878 in Münster; ✡ 30.8.1964 in USA
Cousin Rudolf Stern*7.1.1915 in Hohenlimburg; ✡ 30.4.1998 in Las Vegas
Großcousin Rudi Gumprich * 26.12.1923 in Münster; ✡8.3.1945 in Buchenwald
Geschwister
Max Gumprich *11.1.1922 in Calcum; ✡ 15.12.2006 in Windsor, Ontario, Kanada
Selma Gumprich *2.3.1923 in Kaiserswerth; ✡19.8.1996 in Winnipeg; oo Eugene Albersheim
Helmut Gumprich *10.7.1929 in Lochhausen; ✡2016 in Winnipeg
Manfred Fred Gumprich *25.10.1931
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär
Adressen Kaiserswerth, Düsseldorf, Alte Landstraße; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,
Heirat
Kinder –
Weiterer Lebensweg

Max wird zu Ehren des kriegsgefallen Onkels Max benannt
Rudolf Stern im Werkdorp
9.4.1937 Cousin Rudolf Stern aus Stadthagen zur Hachschara ins Werkdorp
2.1.1938 Ummeldung aller Bewohner von Barsingerhorn nach Wieringen (formaler Akt)
8.5.1940 Heirat mit Gertrud Spanier
27.7.1940 Emigration nach Großbritannien
Novemberpogrom, Flucht in die Niederlande
10.11.1938
19.11.1938 Flucht der Eltern mit Max sowie den vier Geschwister nach Gronau, wo sie zunächst nicht einreisen dürfen. Vater Hermann schreibt ein Telegramm an Ministerpräsident Colijn; nach dessen Zustimmung können sie nach Enschede einreisen.

19.11.1938 die fünf Geschwister kommen ins Ons Boschhuis, Arnhemschebovenweg 235, Driebergen-Rijssenburg
Huize Kraaybeek, Hoofdstraat 63, Driebergen
Schwester Selma verbleibt im Huize Kraaybeek; die jüngeren Brüder Fred und Helmut dürfen später zu den Eltern nach Rotterdam, Bellenogstr 31
Werkdorp Nieuwe Sluis
29.11.1939 Max und Gunter angemeldet zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
23.3.1940 Ausreise nach Kanada
3.5.1940 offiziell abgemeldet nach Kanada
Gedenken
Gumprichstraße in Münster
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
http://dokin.nl/surviving_children/max-gumprich-born-10-jan-1922/
http://dokin.nl/surviving-children/Selma-Gumprich-born-2-Mar-1923
http://dokin.nl/surviving-children/Gunther-Gumprich-born-7-Jan-1925
http://dokin.nl/surviving-children/Gustav-Helmut-Gumprich-born-10-Jul-1929
http://dokin.nl/surviving-children/Isaak-Manfred-Gumprich-born-25-Oct-1931
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1