Hausmann Else

Else Hausmann geb. Levy

* 12.2.1908 in Hamburg; ✡1971 in Kapstadt

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Berman Levy *5.5.1879 in Hamburg; ✡4.5.1944 in Theresienstadt

Heirat der Eltern 24.7.1904 in Friedrichstadt

Mutter Minna Heymann *27.6.1880 in Friedrichstadt; ✡13.4.1952 in Kapstadt

Tante Eva Chava Heymann *1861 in Friedrichstadt; ✡1936 in Hamburg; oo Emanuel Eichwald (1859 in Castrop, ✡1942 in Hamburg)

Geschwister Armin Levy *21.8.1905 in Hamburg; ✡Kapstadt

Beruf Fotografin

Adressen Hamburg, Moltkestraße 1; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat Helmuth Hausmann *27.12.1905 in Wilhelmsburg, Hamburg; ✡?

Tochter Eva Hausmann *11.11.1937 in Kapstadt; ✡1989 in Kapstadt; oo Pincus Sanzul; oo Cyrill Reichlin;

Enkel drei

Michael Sanzul (1968-2005)

Joseph Sanzul

Minna Sanzul

Weiterer Lebensweg

Else Hausmann Studium der Fotografie am Bauhaus in Weimar

Eröffnung ihres Fotostudios in Hamburg

25.8.1933 Helmuth Hausmann aus Hamburg nach Amsterdam

19.10.1934 Helmuth Hausmann abgemeldet aus Amsterdam nach Barsingerhorn

Werkdorp Nieuwe Sluis

12.11.1934 Helmuth Hausmann angemeldet zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

25.10.1935 Helmut Hausmann abgemeldet nach Südafrika

Flucht nach Südafrika

Anfang 1935 lebt das Ehepaar Hausmann in Hamburg

Anfang des Jahres 1935 wird das Fotostudio von Else Hausmann in Hamburg verwüstet;

Helmuth Hausmann schreibt:

„Coming nearer to our place of residence, we suddenly noticed a big crowd of mainly youngsters, teenagers”,“throwing heavy stones at our place into our windows”

Das Ehepaar entschließt sich zur Flucht.

1.8.1935 Else Levy angemeldet ins Werkdorp

28.9.1935 Else Levy abgemeldet zur Rückkehr nach Deutschland

25.10.1935 Helmut Hausmann abgemeldet nach Südafrika

Südafrika-Emigranten aus dem Werkdorp

Oktober 1936 Ankunft des Ehepaars in Kapstadt

Anzeige in Cape Argus, 11.6.1947, National Library of South Africa

Helmut und Else Hausmann eröffnen in Kapstadt das Fotostudio „Photo Hausmann“ und etablieren sich dort als Fotografen für Hochzeiten

Helmuth Hausmann schreibt, dass Else zu Anfang im Fotolabor der Photostudios von Mr. Hurwitz angestellt war.

Das Ehepaar Hausmann war Mitglied des Cape Provincial Institute of Photographers und in vielen Ausstellungen mit ihren Fotos vertreten

Deportation Theresienstadt

15.7.1942 Vater Berman Levy mit seiner zweiten Frau Paula (geb. Baruch, *14.10.1886) auf dem Transport VI/1 von Hamburg nach Theresienstadt

4.5.1944 Tod in Theresienstadt

15.5.1944 Paula Levy auf dem Transport Dz von Theresienstadt nach Auschwitz

Gedenken

Quellen

Darren Newbury, Women and Photography in Africa, 2020

Jessica Williams Stark, From Hamburg to Cape Town: The Denizen Photography of Else and

Helmuth Hausmann

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Helmuth Hausmann, Child of the Twentieth Century’, Manuskript, undatiert, unveröffentlicht

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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