Winter Kurt

Kurt Winter

*14.8.1921 in Erndtebrück; ✡ 15.3.1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Arthur Winter *28.11.1888 in Köln; ✡15.3.1943 in Auschwitz

Heirat der Eltern 1920 in Köln

Mutter Luise Elke Moses *20.5.1899 in Wetzlar; ✡ 15.3.1943 in Auschwitz

Geschwister

Ruth Winter *9.8.1927 in Erndtebrück; ✡ 15.3.1943 in Auschwitz

Beruf Gärtner

Adressen Erndtebrück, Siegener Straße 11; Siegen, Marburger Straße 8; Ahlem

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

1920 Umzug der Eltern von Köln nach Erndtebrück, wo sie den Metzgerladen eines Onkels von Luise übernehmen

Novemberpogrom

10.11.1938 Vater Arthur verhaftet, für einige Tage in Polizeihaft

Minderheitenzählung

17.5.1939 Kurt Winter in Ahlem

17.5.1939 beide Eltern und Schwester Ruth in Erndtebrück, Adolf-Hitler-Straße 11

Die israelitische Gartenbauschule Ahlem

Kurt Winter zur Gärtnerausbildung in die Israelitische Gartenbauschule Ahlem, Hannover

27.5.1937 Kurt Winter auf der Liste der Gärtnerlehrlinge der Israelitischen Gartenbauschule

17.5.1939 Kurt Winter noch in Ahlem

6.11.1939 Madrich Klaus Glücksmann mit einer Gruppe von 23 Schüler/innen aus der Gartenbauschule Ahlem nach Jessen Mühle.

Die Gartenbauschule Ahlem wurde am 30. Juli 1942 geschlossen. Sie diente bis Januar 1944 als Sammelstelle für die Deportationszüge jüdischer Bürger aus den Regierungsbezirken Hannover und Hildesheim.

Zu den Deportierten gehörten auch die jüdischen Schüler und Lehrlinge, die zur Zeit der Schließung noch in Ahlem waren.

Umzug der Familie Winter von Erndtebrück nach Siegen

Zuletzt im Judenhaus Wienstraße 37/3

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

1.3.1943 Familie Winter auf dem Transport Stuttgart – Trier – Düsseldorf – Dortmund – Auschwitz

Gedenken

Vier Stolpersteine für die Familie Winter in Siegen, Marburger Straße 8

17.4.2021 Pages of Testimony für die Familie Winter von Großcousine Bettina Moses

Quellen

Friedel Homeyer; Hrsg. Landkreis Hannover, Gartenbauschule Ahlem 1893-1979; 1980

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de992077

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de991978

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de992084

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de992130

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT430302_26.jpg

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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