Werner Nathan Rosenbaum
*2.12.1912 in Wesel; ✡ 19.11.1978 in Kibbuz Ashdot Jaakov
Staatsangehörigkeit
Religion jüdisch
Vater Isidor Isaak Rosenbaum *29.4.1876; ✡ 21.9.1942 in Auschwitz
Heirat der Eltern 10.9.1910 in Wesel
Mutter Erika Rebecca Obermeyer *5.10.1877 in Neuenkirchen, Pommern; ✡ ? 1942 im Ghetto Riga
Geschwister
Edith Rosenbaum *6.4.1917 in Wesel; ✡26.6.1993 Winterswijk; oo 1940 Louis Bouwman;

Beruf –
Adressen Wesel; Hof Jägerslust, Flensburg; Kibbuz Ashdot Jaakov

Heirat 15.6.1936 in Flensburg mit Hildegard Bukofzer *5.1.1911 in Essen; ✡22.11.2004
Kinder drei
Miriam Rosenbaum *31.12.1937 in Tiberias; 28.2.1913 in Kirijat Mozkin
Weiterer Lebensweg
Besuch der Realschule in Wesel bis 1934
1.6.1933 Passausstellung in Hamm/Westfalen
1934 Eintritt in den Hechaluz
Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg
1934 -1936 Werner Rosenbaum zur Hachschara auf den Hof Jägerslust bei Flensburg
Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg
Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.
1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.
1936 Heirat von Werner Rosenbaum Hildegard Bukofzer in Flensburg
13.7.1936 Einreise mit Ehefrau Hildegard in Haifa, Alija mit Arbeiterzertifkat des Hechaluz der Kategorie C/LS

13.7.1940 Einbürgerung von Werner und Hilde Rosenbaum in Palästina
1948 Werner Rosenbaum als Soldat in den Kämpfen um Tel Katzir

Düsseldorf -Riga
November 1941 Deportationsbefehl der Gestapo
Sammellager Viehhallen Schlachthof Düsseldorf

11.12.1941 Mutter Erika deportiert mit 1007 Juden aus Düsseldorf nach Riga
13.12.1941 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga;
Tod im Ghetto Riga, vermutlich bereits 1942 bei der Dünamünde Aktion
Amsterdam – Kamp Westerbork – Auschwitz
10.11.1938 Vater Isaak flüchtet in Novemberpogrom nach Winterswijk
12.1.1939 Umzug nach Beesel

24.11.1939 Vater Isaak nach Amsterdam
16.9.1942 Registrierung im polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork

18.9.1942 Deportation des Vaters von Westerbork nach Auschwitz
Überleben im Versteck – Onderduiker
26.1.1940 Schwester Edith heiratet Louis Bouwman in Winterswijk
1942 geht das Ehepaar bei Freunden in Schiedam ins Versteck
Ehemann Louis arbeitet mit gefälschten Papieren als Metzger für die Wehrmacht.
Beide Überleben die Besatzung; dazu ein Bericht von Yad Vashem:

Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1006553
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de951256
http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Isaak%20Rosenbaum%22%7D
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130365173
https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316