Baum Walter

Walter Julius Baum

*17.6.1908 in Kaiserslautern; ✡2.8.1989 in Israel

Staatsangehörigkeit tschechisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Ernst Baum 1.10.1876 in Prag; ✡ vor 1944 in Lodz

Mutter Charlotte Weiss *13.10.1875 in Komutow CSR; ✡ vor 1944 in Lodz

Geschwister

Wilhelm Baum *7.8.1904 in Komutow CSR; ✡1943 in Auschwitz; oo Ilse Selbiger

Irma Baum *1906; ✡ 1929

Beruf Feinmechaniker

Adressen Solingen; Schweden; Israel

Heirat Liesbeth Baum geb. Mayer *22.6.1906 in Solingen; ✡ 6.4.1889 in Israel

Kinder eins

Miriam Baum *13.12.1942 in Frederickssund; oo Kendall

Weiterer Lebensweg

Besuch der Realschule

Flucht nach Dänemark

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

8.-9.10.1943 Liesbeth mit Tochter Miriam auf einem Fischerboot von Kopenhagen nach Schweden

9.10.1943 Walter Baum auf einem Fischerboot von Kopenhagen nach Schweden

Oktober 1945 Walter, Liesbeth und Tochter Miriam auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden als alte Chaluzim

Gedenken

Grabstein für Liesbeth und Walter Baum auf dem Ne’Ot Mordekhai Cemetery

Quellen

http://mjhnyc.org/exhibitions/courage-to-act-rescue-in-denmark/

https://safe-haven.dk

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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