Blonder Kurt

Kurt Chanan Blonder

*15.11.1920 in Dortmund; 29.9.1976 in Ramat Gan

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Chaim Blonder; ✡?

Mutter Helene Hela Chaja Sonnenschein *23.8.1886 in Trzebinia; ✡ vor 1945

Onkel/Tante

Joel Sonnenschein *1890; 8.2.1985 in Israel

Gitel Blonder geb. Sonnenschein *21.10.1890

Guste Sonnenschein *8.9.1894 in Krakau

Geschwister

Beruf

Adressen Dortmund;

Heirat

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

6.6.1935 Ankunft von Onkel Joel in Haifa auf der SS MERIT PASCHA

Polenaktion

28.10.1938 Verhaftung und Abschiebung der Mutter mit Guste Sonnenschein und Gitel Blonder nach Zbaszyn

1.9.1939 Einmarsch der Wehrmacht in Polen

Oktober 1938 Auflösung des Lager Zbaszyn

Juni 1940 Mutter Hela mit Guste Sonnenschein in Krakau

Dänemark

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht überden Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

9.10.1943 Chanan Blonder von Nyköping auf einem Fischerboot nach Hamn, Trelleborg, Schweden

Nachkriegszeit

Oktober 1945 Chanan Blonder auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, Alte Chaluzim

3.3.1948 Alija von Marseille nach Palästina, Ankunft auf der SS MERTON in Haifa

Gedenken

18.5.1999 Pages of Testimony für die Eltern von Jehudit Blonder Macho

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de294429

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de294295

http://mjhnyc.org/exhibitions/courage-to-act-rescue-in-denmark/

https://safe-haven.dk

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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