Leo Arieh Schiff
*26.11.1918 in Köln; ✡14.5.2012 in Florida
Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Jehuda Julius Schiff *30.8.1887 in Polen; ✡ 14.5.1941 in Dachau
Mutter Zipora Paula Blattberg *28.7.1888 in Tarnow; ✡ ?
Geschwister

Tehila Tilly Schiff *30.5.1912 in Barmen; ✡ 29.9.1942 Auschwitz; oo Krautstengel
Avram Adolf Schiff *11.5.1914 in Duisberg, Flensburg; ✡ 21.6.1941 in Damascus
Ruchama Ella Schiff *1915 Polen; ✡1974 Israel; oo Jehuda Lidji

Rosa Schiff *23.12.1919 in Köln; Antwerpen , Gurs, Drancy; ✡ 1942 Auschwitz
Bernhard Schiff *14.1.1923 in Köln; ✡1942 Polen
Leopold Eliezer Schiff *1927 in Köln; ✡1942
Hanni Chana Schiff *28.6.1930 in Köln ; ✡1942 Polen
Beruf –
Adressen Köln; Schweden; USA
Heirat Branca Bracha Blattberg
Kinder zwei
Varda Schiff; oo Adar
Jehuda Schiff
Weiterer Lebensweg
Polenaktion
28.10.1938 Bruder Bernhard Schiff ausgewiesen nach Zbaszyn
2.Polenaktion
Im Laufe des Jahres 1939 war es weiterhin zu zahlreichen Ausweisungen polnischer Juden gekommen
1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen
Anfang September1939 auf Befehl des Chefs der Sicherheitspolizei Reinhard Heydrich wurden reichsweit systematisch die Rückkehrer und bisher nicht erfassten polnischen Juden sowie auch die Funktionäre polnischer Verbände verhaftet und in den Konzentrationslagern Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen interniert

Um den 10.9.1939 Massenverhaftungen polnischer Männer als „feindliche Ausländer“
Einweisung des Vaters in das KL Sachsenhausen

3.9.1940 Verlegung von Sachsenhausen in das KL Dachau

14.5.1941 Tod des Vaters im KL Dachau
Belgien-Mechelen Auschwitz
1.9.1939 Flucht von Schwester Rosa nah Belgien
Flucht der Mutter mit den Kindern Leo und Hanni nach Antwerpen
Viele Mitglieder der Familie Schiff emigrieren nach Belgien

26.9.1942 Tilly Schiff auf dem XI. Transport von Mechelen nach Auschwitz

24.10.1942 Mutter mit den Kindern Leo und Hanni auf dem XIII. Transport von Mechelen nach Auschwitz; Von den 1.673 Personen dieses Transportes wurden 28 Männer und 88 Frauen zur Zwangsarbeit selektiert, die anderen in die Gaskammer geführt
Emigration nach Schweden
Frühjahr 1939 das Londoner Büro der „Youth Aliyah“ überträgt Eva Warburg die Leitung der Jugend Alijah i Sverige mit Sitz in Stockholm
Juni 1939 wurde der alte Gutshof Hälsinggården in Korsnäs in Nordschweden bei Falun als Jugendalijah-Hof für die mittlere Hachschara (15-17 Jahre) in Trägerschaft der »Stiftung für Landwirtschaftsausbildung« eröffnet
Leo Schiff nach Schweden
Nachkriegszeit


Oktober 1945 Leo Schiff auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, Alte Chaluzim
Gedenken
23.3.2001 Pages of Testimony für die Eltern und Geschwister von Alex Salm
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/search/topic/3-1-1-3_1211000?s=1211000
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de164059
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de964661
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de2032016
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1151749
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de964771
https://kazernedossin.eu/en/research-centre
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10746037
Courage to Act: Rescue in Denmark
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316