Vohs Werner

Kurt Werner Vohs/Voss

*21.1.1926 in München-Gladbach; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsh

Religion jüdisch

Vater Norbert Vohs/Voss *29.10.1889 in Gladbach; ✡18.9.1936 in München-Gladbach

Mutter Herta Vohs geb. Gadiel *13.1.1899 Breslau; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Geschwister

Herbert Hans Vohs *4.7.1922 in München-Gladbach; ✡ca 1930

Margot Vohs *28.7.1924Mönchengladbach; ✡?; oo Schmidt; oo Bernfeld

Beruf Praktikant

Adressen Mönchengladbach; Schweden;  

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

18.9.1936 Tod des Vaters Norbert in München-Gladbach

Umzug der Witwe Herta Vohs mit ihren drei Kindern nach Berlin

Minderheitenzählung

17.5.1939 Werner Vohs mit beiden Geschwistern bei der Mutter in Berlin Schöneberg, Apostel-Paulus-Straße 26

Ostern 1940 Abschluss der Volksschule in Berlin

Dänemark

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

7.10.1939 Schwester Margot Voss nach Dänemark

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den

 Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

Margot Voss am 10.10.1943 nach Hälsingborg

Landwerk Neuendorf

1932 Gründung als Hachschara-Lehrgut auf dem Gut Neuendorf in Brandenburg; Besitzer Hermann Müller, US-Citizen; Trägerverein war die Jüdische Arbeitshilfe e. V. (Landwerk Neuendorf) in Berlin, Ungefähr 1200 Chawerim wurden zwischen 1932 und 1938 ausgebildet. Leiter des Landwerks von Beginn 1932 bis zum Novemberpogrom 1938 war Alexander Moch (1893–1977).

Im Novemberpogrom wurden 28 männliche Angestellte und Chaluzim im KL Sachsenhausen interniert: Moch besorgte in England 150 Ausreisevisa, mit denen er die Gefangenen aus der Haft auslösen konnte.

31.1.1941 Werner offiziell abgemeldet zur Emigration; zur Hachschara ins Landwerk Neuendorf

November 1942 in Kraft tretendes Gesetz: „Alle im Reich gelegenen Konzentrationslager sind judenfrei zu machen und sämtliche Juden sind nach Auschwitz und Lublin zu deportieren.“

31.3.1943 Die Belegschaftsliste des Landwerk Neuendorf enthält 96 Männer (drei abwesend) und 66 Frauennamen

7.4.1943 Zustellung der Transportlisten für Neuendorf

10. 4.1943 169 Chawerim aus Neuendorf mit LKW nach Fürstenwalde, von dort mit der Bahn nach Berlin; zu Fuß ins Sammellager ehemaliges jüdisches Altenheim Große Hamburger Straße 26; in Berlin vom Transport zurückgestellt 16 Personen (Geltungsjuden, Juden aus privilegierten Mischehen etc.)

19.4.1943 auf dem 37. Osttransport als Teil der Fabrikaktion, allein 153 Personen aus dem Landwerk Neuendorf bei Fürstenwalde.

Berlin-Auschwitz

1.3.1943 Mutter Herta in der Fabrikaktion auf dem 31.Osttransport von Berlin nach Auschwitz

17.5.1943 Werner als einzige Person aus Neuendorf auf dem 38. Osttransport ab Berlin nach Auschwitz. Anzunehmen ist, dass er wegen einer Erkrankung nicht auf den 37. Osttransport aus Neuendorf kam.

Nachkriegszeit

Oktober 1945 Margot Voss auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, „Alte Chaluzim“

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/topic/3-1-1-3_1211000?s=1211000

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78777793

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212917

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT38-6.jpg

Courage to Act: Rescue in Denmark

https://safe-haven.dk

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/P.M._Vohs__Margot_Ruth.pdf

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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