Rosi Regina Merenländer
*28.6.1918 in Frankfurt; ✡1997 Hvidovre, Dänemark
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Julius Merenländer *16.2.1874 Warschau ✡20.7.1929 Frankfurt

Mutter Selma Elsässer *7.1.1880 in Roth; ✡ vor 1944 in Krakau
Onkel Moschek Merenländer *13.2.1871 in Warschau; ✡27.12.1939 Frankfurt; oo Erna Sand *7.6.1892
Onkel Meir Merenländer *25.12.1880 in Warschau ✡ 1942 Treblinka
Onkel Ludwig EleazarMerenländer *29.12.1887 in Warschau; ✡ 10.6.1980 in Israel; oo Clothilde Rothschild *21.5.1894 in Gottmadingen,Randegg, BW; ✡ 20.12.1988 Tel Aviv
Geschwister
Blanca Merenländer *1910 in Frankfurt; oo Steinberg /?Morgenstern
Sally Merenländer *30.5.1911 in Frankfurt; oo Sofie Rosenthal
Berthold Merenländer *1913 in Frankfurt; Bella Cohn
Uri Artur Merenländer *1915 in Frankfurt; ✡5.2.1990 Israel

Werner Merenländer *7.9.1919 in Frankfurt ✡ 19.8.1993 in Kfar Giladi
Heirat

10.8.1939 Salomon Shlomo Wachsberg *8.8.1916 in Lodz; ✡2001 Kfar Shmaryahu
Heirat mit Frits Emanuel Sörensen *24.9.1912 in Grinderslev; ✡ 2011
Kinder vier
Baruch Kurt Wachsberg *22.1.1939 in Hjelmerup Lund
Ruth Wachsberg *15.6.1943 in Lund; oo Teining
Kent Sörensen *3.4.1955; ✡ 2.9.2010 in Aarhus
Peter Sörensen
Weitere Lebensdaten
Novemberpogrom
10.11.1938 Bruder Werner Merenländer verhaftet

12.11.1938 Einweisung in das KL Dachau; Häftlingsnummer 24244

6.2.1939 Entlassung von Werner Merenländer aus dem KL Dachau
Lehrgut Ellguth
Nach der Haftentlassung Werner Merenländer zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth in Steinau bei Falkenberg/Klein-Schnellendorf erfolgte in Trägerschaft des Hechaluz am 19.12.1937.
Januar 1939 Wiedereröffnung des Lagers Ellguth durch den BACHAD mit 40 Chaluzim; Die Leitung übernahm Armin Duschinski aus Wien.
17.5.1939 Werner Merenländer bei Minderheiten-Volkszählung mit 84 Juden in Falkenberg, Klein Schnellendorf
Minderheiten-Volkszählung vom 17.5.1939
Selma Merenländer mit Sohn Werner in Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 41
Werner Merenländer auch mit 84 Juden im Lehrgut Ellguth, Falkenberg, Klein Schnellendorf
Ludwig und Clothilde Merenländer mit Sohn Heinz in Frankfurt, Bessemerstraße 16
Moschek und Erna Merenländer mit Sohn Martin in Frankfurt, Rechneigrabenstraße 9
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2
Bruder Werner mit einer großen Gruppe von Chaluzim aus Ellguth auf der SS HILDA
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung im Camp Athlit; Bruder Werner Merenländer gibt Cousine Ruth als Referenz an.
29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit
Dänemark
Ca 1938 Rosi Wachsberg zur Hachschara nach Dänemark
22.1.1939 Geburt von Baruch Kurt Wachsberg in Hjelmerup Lund
10.8.1939 Heirat mit Shlomo Wachsberg
Oktober 1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1943 Salomon, Rosi und Kurt Wachsberg in Volstrup, Dronninglund, Hjørring, bei dänischem Census
15.6.1943 Geburt von Tochter Ruth Wachsberg in Lund
Ausnahmezustand in Dänemark 1943
29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen
17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark
September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark
„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.
28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.
Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.
Drei Transporte
Die auf dem dänischen Festland verhafteten Juden werden in das „Polizeigefangenenlager Fröslee“ in Frøslev an der deutschdänischen Grenze verbracht; hier waren ab 13.8.1944 bis Mai 1945 etwa 12.000 Dänen im inhaftiert.
Vom Frøslev-Lager gehen zwei Juden-Transporte mit der Bahn nach Theresienstadt
2.-5.10.1943 auf Transport XXV/1 Ehemann Shlomo mit Sohn Kurt und 20 weiteren Chaluzim der Jugendalija in Dänemark, insgesamt 83 in Dänemark Inhaftierten nach Theresienstadt
6.10.1943 aus dem Lager Frøslev 198 Juden auf Transport XXV/2 nach Theresienstadt
9.10.1943 Ankunft des zweiten Transportes XXV/2 in Theresienstadt
Inhaftierung der auf Seeland Verhafteten in Horserødlejren, einem Internierungscamp bei Helsingør
13.-14.10.1943 die dritte dänische Gruppe mit 175 Gefangenen auf dem Transport XXV/3 nach Theresienstadt
Die Weißen Busse
13.4.45 Vorbereitung auf den Abtransport in einer Kaserne in Theresienstadt
14.4.1945 Elf weiße Busse zur Befreiung der 450 dänischen Inhaftierten
Routen der schwedischen „Weißen Busse“
14.4.1945 Irrfahrt durch das zerbombte Berlin
Über Flensburg nach Odense auf Fünen
Weiße Busse aus Theresienstadt bei Ankunft in Haderslev, Dänemark
15.4.1945 von Odense nach Kopenhagen
5.5.1945 Kapitulation der Deutschen Wehrmacht in Dänemark
5.5.1945 SS verlässt Theresienstadt
8.5.1945 die Rote Armee erreicht Theresienstadt
Nachkriegszeit

Oktober 1945 Ehemann Salomon mit Sohn Kurt auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, „Alte Chaluzim“
Scheidung von Shlomo Wachsberg, der 1947 Regina Träger heiratet
Heirat mit Frits Emanuel Sörensen
Geburt von Kent und Peter Sörensen
Gedenken
29.10.1992 Page of Testimony für Schwester Blanca von Bruder Zeew Merenländer
9.7.1998 Page of Testimony für ihre Schwägerin von Chaja Merenländer
Quellen
https://www.juedisches-bingen.de/gedenken/zeitzeugen-berichten/index.html
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71187332
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en930028
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en930023
Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten
Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf
Ezra Ben Gershôm David. Aufzeichnungen eines Überlebenden, Evangelische Verlagsanstalt 1989
Joel König (Ezra Ben Gershom), Den Netzen entronnen, Vandenhoeck u. Ruprecht 1967
Bettina Götze, Rathenow, in: Irene Annemarie Diekmann (Hrsg.), Jüdisches Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg 2008. S. 304–328
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10707357